Gut möglich, dass aufmerksame Zeitgenossen nachts seltsame schwebende Lichter beobachten können über dem Flugplatz Birrfeld. In ihren aktuellen Gemeindenachrichten stellt die Gemeinde Birmenstorf fest, dass es sich «mit grosser Wahrscheinlichkeit» nicht um ein UFO handelt. Vielmehr werden, lautet die Erklärung, bis zum 9. Dezember Flüge durchgeführt mit einer Meteo-Drohne.

Diese fliegt jeweils zwischen 23 und 6 Uhr über dem Flugplatzareal im Rahmen eines Projekts, das die Firma Meteomatics AG in Zusammenarbeit mit dem Flughafen Zürich, der Fluggesellschaft Swiss, der Flugsicherungsgesellschaft Skyguide, dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) sowie dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteo Schweiz) realisiert. Die Untersuchungen haben zum Ziel, die Wetter- und Nebelprognose für den Flughafen Zürich erheblich zu verbessern. «Die Verantwortlichen des Flugplatzes Birrfeld konnten sich davon überzeugen, dass die Drohne kaum hörbar ist», heisst es in den Birmenstorfer Gemeindenachrichten. «Sie ist jedoch beleuchtet und deshalb in der Nacht sehr gut sichtbar.»

Mit den Drohnen aufgezeichnet werden Wetterdaten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit oder Windrichtung, erklärt Meteomatics-Geschäftsführer Martin Fengler gegenüber dem Regionaljournal von Radio SRF. Weil durch den Tag Flugbetrieb herrscht auf dem Birrfeld, müssen die kleinen, etwa 1,5 Kilogramm schweren Drohnen in der Nacht fliegen – jeweils kerzengerade von unten nach oben bis in eine Höhe von rund 1,5 Kilometern. Damit die Drohnen für die anderen Luftfahrzeuge gut sichtbar sind, verfügen sie über ein starkes Blitzlicht, das kilometerweit zu sehen ist. UFO-Verwechslungen könnten durchaus vorkommen, sagt Fengler. Deshalb werde jeweils im Vorfeld auch die Polizei über die Messungen informiert. (mhu)