Birrfeld
Selbst für Langsame ist der Weg zum Flugplatz Birrfeld jetzt sicher

Auch Velofahrer und Fussgänger gelangen neuerdings bequem und sicher zum Flugplatz Birrfeld – auf einem neuen, 1300 Meter langen Weg. Für die Übergabe des Bauwerks an den Verkehr haben sich die Verantwortlichen etwas Besonderes einfallen lassen.

Michael Hunziker
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Die Gemeindeammänner Richard Plüss, Markus Büttikofer und Ursula Berger (von links) platzieren den Grenzstein am richtigen Ort an der Flughafenstrasse.

Die Gemeindeammänner Richard Plüss, Markus Büttikofer und Ursula Berger (von links) platzieren den Grenzstein am richtigen Ort an der Flughafenstrasse.

Michael Hunziker

Der neue Rad- und Gehweg im Birrfeld ist am Freitag dem Verkehr übergeben worden. Richard Plüss, Gemeindeammann in Lupfig, zeigte sich erfreut, dass die Lücke im Radwegnetz geschlossen wird, sprach von einem wichtigen Abschnitt. Denn der Flugplatz sei ein begehrtes Ausflugsziel, vor allem auch bei Familien. Bisher sei eine Velofahrt mitunter aber gefährlich gewesen. Mit den Partnern – Kanton, Gemeinden, Flugplatz – sei eine Lösung gefunden worden. «Das Resultat ist gut herausgekommen.»

Dieser Ansicht war auch Kreisingenieur Giuliano Sabato vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). Dass gleich drei Gemeinden an einem Radweg-Projekt beteiligt sind, bezeichnete er als eine Besonderheit. Die Zusammenarbeit sei sehr angenehm verlaufen. «Wir wurden optimal unterstützt.» Für die Projektierung zuständig waren, als eine weitere Besonderheit, die Lernenden des BVU.

Ein Parallelweg als Ersatz

Auslöser für das Vorhaben waren die neuen Sicherheitsvorschriften des Bundesamts für Zivilluftfahrt (Bazl) für die Anflugschneisen. Der bestehende Flurweg beim östlichen Pistenfanfang, der bisher als Radweg diente, hätte verschoben werden müssen. Die Gemeinden sowie der Kanton einigten sich als Ersatz auf einen Parallelweg entlang der Flughafenstrasse.

Die Planung begann 2011. Laut Kreisingenieur Sabato war da und dort Überzeugungsarbeit gefragt. Im Sommer des letzten Jahres schliesslich erfolgte der Baubeginn. Mit den Tätigkeiten wurden gleichzeitig auch die teilweise beschädigten Strassenränder der Flughafenstrasse saniert.

Sabato äusserte sich zufrieden darüber, dass – trotz phasenweise schlechten Wetters – das Ziel nach einer Bauzeit von rund sieben Monaten programmgemäss erreicht werden konnte. Es sei ein attraktiver, 1300 Meter langer Weg für den Langsamverkehr entstanden, eine durchgehende Verbindung von Birr, Birrhard, Lupfig und Mülligen zum Birrfeld. Die Kosten von rund 1 Mio Franken werden übrigens vom Kanton getragen.

Grenzstein frisch restauriert

Für den Abschluss des erfolgreichen Projekts liessen sich die Verantwortlichen etwas Besonderes einfallen. Der rund 150 Kilogramm schwere, restaurierte Grenzstein wurde an der Flughafenstrasse wieder an seinen Platz gebracht.

In Anwesenheit von Vertretern der Planungs- und Baufirmen Porta AG aus Brugg sowie Granella AG aus Würenlingen waren für diese Tätigkeit die Gemeindeammänner der drei betroffenen Gemeinden zuständig: Neben Richard Plüss aus Lupfig waren dies Ursula Berger aus Birrhard sowie Markus Büttikofer aus Birr.