Windisch
Seit Jahren «Bäumige Aktionen» für die Mülimatt

Seit Jahren ist es ein Anliegen der Vereinigung Pro Wasserschloss, bei der Sporthalle Mülimatt einen ökologischen Ausgleich zu schaffen. Die Vereinigung Pro Wasserschloss pflanzte Bäume und steht nun vor einem Leitungswechsel.

Edgar Zimmermann
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Seit Jahren war es ein Anliegen der Vereinigung Pro Wasserschloss, bei der Sporthalle Mülimatt einen ökologischen Ausgleich zu schaffen. In diesem Zusammenhang schritt eine Schar von Mitgliedern zur Tat: Unter Anleitung von Urs Somalvico von der Creanatira/Pro Natura Aargau, welche bei der Renaturierung federführend ist, pflanzten sie am Aareufer und Hang 13 Bäume: Feld- und Bergulmen, Schwarzpappeln, Linden und Silberweiden. Die Stämme wurden mit Biberschutzhüllen versehen. Weitere 17 Bäume werden folgen.

«Immenses Engagement»

Seit 2002 ist die Vereinigung vom Präsidenten Hubert Willi, Brugg, massgeblich geprägt worden. Nun hat er demissioniert. Markus Staub und Markus Vogt würdigten an der GV im Anschluss an die Pflanzaktion sein immenses Engagement zugunsten Natur und Landschaft rund ums Wasserschloss, Stichworte nachhaltige Landwirtschaft, Umweltmanagement, Lernpfad Auenblick (wird demnächst fertiggestellt), Gestaltung Aarebrücke Vogelsang, Mülimatt. Willi schuf für den Vorstand neue Organisationsformen mit Arbeitsgruppen, er war Motor und Spiritus Rector sowie ein hervorragender Botschafter nach aussen.

Mit lang anhaltendem Applaus dankte die Versammlung dem wegen gesundheitlicher Störungen nicht anwesenden Präsidenten. Ebenfalls herzlich verdankt wurde die Arbeit von Kassier Markus Vogt, der ebenfalls ausscheidet. Die andern Mitglieder wurden einstimmig im Amt bestätigt.

Neu in den Vorstand wählte die Versammlung Alfredo Biffi, Gebenstorf, und Christoph Flory, Untersiggenthal. Wer das Präsidentenamt übernehmen wird, ist im Moment noch offen.

Vielseitige Aktivitäten

Gemäss Tätigkeitsbericht führte die Vereinigung im Berichtsjahr verschiedene Führungen durch und befasste sich mit einer Reihe von Themen, etwa mit der Ausbaggerung der Aare, dem militärischen Schiffsverkehr, dem Auenlehrpfad oder einem BAG-Überbauungsprojekt in Turgi.

Die BAG-Leitung hat inzwischen entschieden, nördlich des Kanals auf den Bau eines siebenstöckigen und 300 m langen Wohnbaus zu verzichten. Südlich des Kanals soll aber in den nächsten Jahren eine Neuüberbauung erfolgen.

Die von Alphons Küng ins Leben gerufene Seniorenarbeitsgruppe führte im Berichtsjahr zwei Auenputzete durch sowie Instandstellungsarbeiten beim Auenlehrpfad, der demnächst fertiggestellt wird. Der Mitgliederbestand sank um 24 auf 448 Personen.

Die Jahresrechnung schloss bei Einnahmen von 7430 Franken mit einem Überschuss von 3100 Franken ab. 11 Mitglieder spendeten für die Mülimatt einen Baum, weitere 10 Mitglieder einen kleineren Beitrag für diese «bäumige Aktion». Zum Abschluss informierte Christoph Flory über die in Naturschutzgebieten segensreich wirkenden «Bio-Rasenmäher», die domestizierten indischen Wasserbüffel.