Villnachern

Seit 100 Jahren ist der Turnverein Villnachern «fit und fair»

Der Turnverein ist mit einer leichten Verspätung in das Jubiläumsprogramm gestartet: Diese war aber durch die gemütliche und lockere Stimmung sowie die Bewirtung in der Turnhalle schnell vergessen.

Der «Zyytsprung», so das Motto des Abends, war schon bei der ersten Nummer der kleinen Mädchen spürbar: Sie entführten die Zuschauer mit ihrer Einlage in die 30er Jahre, in die Zeit von Schwarzweissfilmen.

Das Motto wird umgedeutet

Die Musikgesellschaft Villnachern holte das Publikum jedoch schnell mit zwei flotten Stücken zurück in die Gegenwart. Die Streetparade der Buben entlockte vielen Zuschauern ein «Jöö».

Der König von Villnachern, Gemeinderat Roland König, wurde kurzerhand befördert; dann ging er anschliessend auf das vom OK-Präsidenten umgedeutete Motto des Vereins von «frisch, fromm, fröhlich, frei» zu «fit, fair, Freunde, Freude» ein und unterstrich dabei die Bedeutung des Turnvereins für die Gemeinde, denn ohne Vereine sei das Dorfleben tot.

Die bunte Hippietruppe der Frauen- und Männerriege liess die wilden Sechziger danach wieder aufleben. Die Vertreter des Kreisturnverbands Brugg und des Aargauer Turnverbands hielten je eine kurze Ansprache, in denen der Turnverein Villnachern vor allem für seine hervorragende Jugendarbeit gelobt wurde. Die Redner liessen immer wieder Anekdoten aus der Vereinsgeschichte in ihre Reden einfliessen, wie etwa, dass der Verein jedes Jahr sieben Tonnen dreckige Wäsche produziere.

Der Turnverein hat sich zum runden Jubiläum eine neue Fahne gegönnt; die alte wurde feierlich verabschiedet und die neue durch die Fahnen befreundeter Vereine begrüsst. Die ganze Zeremonie wurde musikalisch von der Musikgesellschaft Villnachern unterstrichen.

Die neue Fahne ist farblich und gestalterisch nahe an der alten, beide sind in Blau und Gelb gehalten, den Farben von Villnachern. Der Präsident des Vereins, Tobias Mathys, meinte dazu, dass man das Rad ja auch nicht neu erfinden wolle und der Verein in der Gemeinde stark verwurzelt sei. Nach der Pause zeigte ein witziger Film den mythischen Ursprung des Turnvereins und wie dieser von drei Turnern durch einen Schwur gegründet wurde.

Waghalsiges zum Abschluss

Die Jugi zeigte im Anschluss, was sie auf dem Trampolin und auf dem Matten kann. Einen weiteren «Zyytsprung» vollführte der Turnverein mit einer Tanzeinlage in einer Roboterfabrik im Jahr 2113. Die Jimmy Jangas, eine Showgruppe aus Luzern, rundeten die Vorstellung mit ihren waghalsigen Kunststücken auf den Matten und Barren ab.

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