Windisch
Seile retten den Bär vor seinem Sturz vom Kirchturm

Die Turmspitze der reformierten Kirche Windisch ist sanierungsbedürftig. Und das so akut, dass der Bär mit Seilen gesichert werden musste, damit er nicht abstürzt.

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Mit Seilen gesichert: Der Berner Bär auf der reformierten Kirche Windisch. Arthur Dietiker

Mit Seilen gesichert: Der Berner Bär auf der reformierten Kirche Windisch. Arthur Dietiker

Arthur Dietiker

Seit Anfang des 17. Jahrhunderts grüsst vom Turm der Kirche ein wehrhafter Berner Mutz. Da in Windisch die Reuss zugleich die politische und konfessionelle Grenze zwischen dem bernischen Untertanengebiet – den heutigen Bezirken Brugg, Lenzburg, Aarau, Kulm und Zofingen – und der unter innerschweizerischer Herrschaft stehenden Grafschaft Baden bildete, streckt das Berner Wappentier den «schwarzen» Miteidgenossen ennet der Reuss frech die Zunge heraus.

Bemerkenswert an diesem imposanten Berner Bär ist die Tatsache, dass er 1798, nach der Vertreibung der Berner, nicht von seinem luftigen Standort heruntergeholt wurde. Denn bekanntlich wurde damals der Grossteil aller bernischen Symbole und Wappentafeln in den ehemals unter bernischer Vormundschaft stehenden Kantonen Aargau und Waadt von der frei gewordenen Bürgerschaft entfernt. (adr)

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