Birr
Sechs Mal mehr Besucher im Jugendtreff Juppi

Der beherzte Einsatz der Jugendarbeiterin hat den Treff beliebt gemacht. Nun steht die Frage um ein neues Gebäude an.

Daniel Vizentini
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Leiterin Manuela Siegrist (ganz links) hat auch 60 Junge im Griff.

Leiterin Manuela Siegrist (ganz links) hat auch 60 Junge im Griff.

dvi

Den Erfolg haben sie nicht an die grosse Glocke gehängt. Im Jahresbericht 2011 des Jugendtreffs Juppi wird nur kurz und unscheinbar erwähnt, die durchschnittliche Besucherzahl sei von 3 bis 10 auf 40 bis 60 Jugendliche angestiegen. Für Daniel Nussbaum, den Präsidenten des Vereins Gemeindeaufbau Birrfeld, der den Jugendtreff führt, sei der massive Anstieg in erster Linie dem Einsatz der Treffleiterin Manuela Siegrist zu verdanken. «Als Manuela Ende 2010 als einzige Jugendarbeiterin übrig blieb, ist sie wie über ihren eigenen Schatten gesprungen», sagt er. Sie sei oft in den Dorfquartieren oder auf dem Pausenplatz in der Schule unterwegs, wo sie aktiv auf die Jugendlichen zugehe. «Sie hat einen extrem guten Draht zu den Jungen», sagt er.

Siegrist habe auch einige neue Anlässe auf die Beine gestellt wie Grill- oder Kinonachmittage, Gelatti-Partys und Töggeliturniere. Oft spanne sie dafür mit der Jugendarbeit Windisch zusammen. «Sie sprechen die Jugendlichen in der Region gemeinsam an und schauen etwa, dass in den Dörfern kein Abfall hinterlassen wird», so Nussbaum. Die beiden Treffpunkte in Birr und Windisch veranstalten auch gemeinsame Partys. Die Jugendlichen aus den Eigenämter Gemeinden werden dann mit einem Shuttle-Bus in den Jugendtreff Point in Windisch gefahren, oder umgekehrt.

Gebäude sei «kurz vor dem Zerfall»

Die Spaghettiessen mit den Oberstufenklassen von Birr und Lupfig hätten gemäss Nussbaum den Juppi bei den Jugendlichen zusätzlich bekannt und beliebt gemacht. Dabei sah es Anfang 2011 um den Jugendtreff gar nicht gut aus. «Wir hatten nur noch einen Jugendarbeiter, 20 Prozent weniger Geld, ein Gebäude kurz vor dem Zerfall und wenig Besucher», steht im Jahresbericht. Die Suche nach einem neuen Gebäude sei gemäss Nussbaum inzwischen weit fortgeschritten, mehr dürfe er noch nicht sagen. Der heutige Treff ist in einer Zone mit viel Grün gelegen, unmittelbar bei Alstom und Schulareal. «Hier haben wir einen Garten, einen Basketballkorb – und vor allem können wir hier Lärm machen», sagt Leiterin Manuela Siegrist. Einen neuen, ähnlichen Ort zu finden, werde kaum möglich, für eine Renovierung des jetzigen Treffs fehle das Geld.