Brugg
Schweizer randaliert auf dem Posten der Regionalpolizei

Ein 33-jähriger Schweizer hat am Montagnachmittag versucht, auf dem Polizeiposten in Brugg eine Glastür zu durchbrechen. Der Mann hatte ein Messer dabei und wurde von der Polizei festgenommen. Vorgängig hatte er in der Altstadt ein Polizeiauto beschädigt.

Janine Müller und Claudia Meier
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Gleich mehrere Patrouillenfahrzeuge mit Blaulicht rückten am Montag in der Mittagspause kurz nach 13 Uhr an die Schulthess-Allee in Brugg aus. Auf dem Parkfeld der Regionalpolizei (Repol) Brugg stand ein beschädigtes Einsatzfahrzeug. Ein Augenzeuge berichtete aufgeregt, wie ein mit einem grossen Messer ausgestatteter Mann dieses demoliert hatte.

Auf der Strasse lagen Trümmerteile. Der Rückspiegel und der Blaulicht-Aufsatz waren schwer beschädigt. Frische Blutspuren an der Fensterscheibe zeugten von der Tat. Mehrere Polizisten machten sich ein Bild vor Ort, einer davon schritt mit seinem Hund durch die Passage und versorgte das Tier wieder im bereitstehenden Einsatzfahrzeug.

Gebäude polizeilich abgesperrt

An der Strassenecke warteten Gerichtsangestellte, denen es nach der Mittagspause nicht möglich war, an den Arbeitsplatz zurückzukehren. Auf dem Weg zum Repol-Posten waren mehrere Bluttropfen auf den Pflastersteinen erkennbar. Das Verwaltungsgebäude in der «Unteren Hofstatt», in dem der Repol-Posten im Erdgeschoss und das Bezirksgericht im ersten Obergeschoss untergebracht sind, wurde in der Folge mit einem Plastikband polizeilich abgesperrt.

Blaulicht und Rückspiegel des Repol-Autos wurden beschädigt.

Blaulicht und Rückspiegel des Repol-Autos wurden beschädigt.

Claudia Meier (cm)

Roland Pfister, Sprecher der Kantonspolizei (Kapo) Aargau, teilte später mit, dass ein 33-jähriger Schweizer aus der Region zuerst das erwähnte Polizeiauto in der Altstadt beschädigt hatte und danach auf dem Repol-Posten randalierte.

Mann wollte Glastür durchbrechen

Der Mann versuchte, mit einem Feuerlöscher auf dem Polizeiposten eine Glastür zu durchbrechen. Gemäss Kapo-Mitteilung rückten umgehend mehrere Patrouillen aus. Als diese beim Amtshaus eintrafen, befand sich der Mann im Treppenhaus und führte ein Messer mit sich.

Er leistete heftigen Widerstand, als ihn die Polizisten ergreifen wollten. Mit der Unterstützung eines Diensthunds der Stadtpolizei Baden konnte der Mann schliesslich festgenommen werden. Der 33-Jährige wies leichte Verletzungen auf, darunter auch Schnittwunden, und wurde ins Spital gebracht. Eine fürsorgerische Unterbringung werde überprüft, heisst es in der Mitteilung der Kapo. Der Sachschaden am Fahrzeug und in der Schalterhalle beläuft sich laut Roland Pfister auf mehrere tausend Franken.

Die Kapo nahm den Beschuldigten zwecks Durchführung der Ermittlungen vorläufig fest. Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach ordnete sofort eine Blutentnahme an und eröffnete eine Strafuntersuchung. Am späteren Nachmittag war ein spezialisiertes Team damit beschäftigt, den Aussenbereich und die Schalterhalle des Gebäudes zu reinigen. Das Amtshaus konnte gegen Abend wieder freigegeben werden.