Brugg
Schweizer Armee rüstet auf: Auf dem Waffenplatz entstehen zwei Neubauten

Brugg Anschaffungen aus dem Rüstungsprogramm 2011 erfordern grössere Lagerkapazität an der Militärstrasse

Claudia Meier
Merken
Drucken
Teilen
Waffenplatz in Brugg
4 Bilder
Diese Lagerhalle wird durch einen Neubau ersetzt
Hier ist das neue Materialmagazin für Lager- und Freiflächen geplant
Der Neubau wird höher als die alte Halle

Waffenplatz in Brugg

Militärangehörige schleppen am Freitagnachmittag schweres Material aus der Lagerhalle neben der Reithalle und verstauen es in einem Container. Geht es nach den Plänen des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport soll diese Halle demnächst durch einen Neubau ersetzt werden. Das im Rahmen des Rüstungsprogramms 2011 neu beschaffte Unterstützungsbrückensystem 46m ist der Grund für die aktuellen Ausbaupläne an der Militärstrasse in Brugg.

Geplant ist der Neubau einer Ausbildungs- und Einstellhalle für fünf Verlegeeinheiten inklusive der notwendigen Lager- und Abstellplätze für Flatracks, Transportfahrzeuge und Schlittenanhänger. Das neue Unterstützungsbrückensystem 46m ist als Ersatz der Festen Brücke 69 vorgesehen, die aus Sicherheitsgründen auf Ende 2012 ausser Dienst gestellt wurde. Mit der Auslieferung aller neuen Brückensysteme ist bis Ende 2014 zu rechnen.

Am Standort Brugg werden durch das Heer folgende neue Systemkomponenten gelagert: 5 Verlegeeinheiten, 4 Brücken-Einheiten, 1 Flat mit Gehsteg, 16 Transportfahrzeuge und 12 Schlittenanhänger. Auf der geplanten Freifläche werden weitere Armee-Fahrzeuge abgestellt werden.

Da die Verlegefahrzeuge aufgrund ihrer Ausrüstung nicht dauernd im Freien stationiert sein sollten, werden im Bereich Aegerten an der Militärstrasse zwei von drei Lagerhallen erstellt. Die neue Ausbildungs- und Einstellhalle Heer soll etwa im Mai 2015 zur Verfügung stehen.

Die am vorgesehenen Standort – rechts von der Reithalle – bestehenden Bauten müssen zuerst zurückgebaut werden, bevor der Neubau mit WC-Anbau in Angriff genommen werden kann. Als Materialmagazin wird eine Ersatzbaute für Kleinteile der Stahlträgerbrücke und für Ausbildungsmaterial des Minendienstes erstellt.

Beide Neubauten werden im Innern mit einem Betonboden versehen. Die Fassadeneindeckung erfolgt mit Sandwichelementen. Die Hallen bekommen ein Flachdach mit einer extensiven Begrünung.

Um Überschwemmungen zu verhindern, wird der gesamte Projektperimeter um einen halben bis einen Meter angehoben. Damit wird das vom Bundesamt für Umwelt empfohlene Schutzziel erreicht und ein Hochwasser, wie es nur alle 100 Jahre vorkommt, sollte schadlos überstanden werden.

Sämtliche Unterlagen zum Bauvorhaben liegen noch bis zum 23. Oktober bei der Abteilung Planung und Bau der Stadt Brugg zur Einsichtnahme öffentlich auf.