Birrfeld

Schutz des Trinkwassers: Das Nitratprojekt wird beendet

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Das Nitratprojekt wird nicht weitergeführt. Der Hauptgrund: Der Kanton zieht sich zurück, die Beiträge für die Gemeinden würden sich mehr als verdoppeln.

Der Gemeindeverband Regionale Wasserversorgung Birrfeld (Rewa) hat beschlossen, das seit mehreren Jahren laufende Nitratprojekt auf Ende April 2016 zu beenden.

«Dieser Entscheid fiel nach reiflicher Überlegung und unter einer detaillierten Abwägung der Vor- und Nachteile einstimmig aus», ist in einer Medienmitteilung festgehalten. Verfolgt wird ein geordneter Ausstieg. Die mit den Bewirtschaftern abgeschlossenen Verträge laufen entweder aus oder werden ordentlich gekündigt.

Der Hintergrund: Der Kanton zieht sich aus den Nitratprojekten zurück. Die Rewa hat sich deshalb mit einer Weiterführung des Nitratprojekts Birrfeld befasst. Das Ergebnis: Die Gemeindebeiträge würden sich von aktuell rund 52 000 Franken auf rund 120 000 Franken pro Jahr erhöhen.

Unabhängig von einer Weiterführung des Nitratprojekts muss die mittel- bis längerfristige Wasserbeschaffung sichergestellt werden, fährt die Rewa fort.

«Weil die Grundwasser-Konzession in Mülligen im Jahr 2028 auslaufen wird, müssen auf diesen Zeitpunkt ohnehin Ersatzvarianten geprüft werden. Der Entscheid, auf die nitratbelasteten Quellen am Reussbord zu verzichten, wurde durch die Aufgabe des Nitratprojekts somit lediglich vorweggenommen.»

Anders ausgedrückt: Gesamtwirtschaftlich gesehen sei eine Weiterführung des Nitratprojekts in Anbetracht der auslaufenden Konzession nicht sinnvoll. «Das Geld kann zielführender in Projekte für die Wasserbeschaffung investiert werden.»

Es bleibt genügend Zeit

Weil eine kurzfristige Aufgabe der Quellnutzungen am Reussbord bei hohem Wasserbedarf zu Engpässen führen kann, werden verschiedene Möglichkeiten untersucht.

«Die Variantenprüfung wird möglicherweise ergeben, dass keine zusätzliche Trinkwasserfassung im Birrfeld realisiert wird», führt die Rewa aus. Es bleibe aber genügend Zeit, um Projekte zur zusätzlichen Wasserbeschaffung zu realisieren, so der Gemeindeverband. Denn ein möglicher Nitratanstieg werde verzögert eintreten. (az)

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