Die Schulraumplanung in Windisch hat ergeben, dass eine Sanierung der Primarschulanlage Dohlenzelg dringend notwendig ist. Aus der Arealstudie hervorgegangen ist bereits ein konkretes Projekt. Das war dem Einwohnerrat nicht geheuer: Er wies den Verpflichtungskredit über 1,87 Mio. Franken für die Projektierung des Neubaus der Schulanlage Dohlenzelg zurück. Gemeinderat Max Gasser (FDP) gibt zur Zukunft des Geschäfts Antwort.

Wie können Sie sich die Rückweisung erklären?

Max Gasser: Bei den Voten der Fraktionen wurden vor allem submissionsrechtliche Verfahrensfehler sowie die Direktvergabe moniert. Trotz rechtlicher Absicherung ist es uns nicht gelungen, diese Zweifel restlos aus dem Weg zu räumen. Der Vorschlag des Siegerprojekts aus der Ideenstudie «Neubau auf der grünen Wiese – alles unter einem Dach» scheint aber mehrheitlich als gute und durchaus auch machbare Lösung angesehen. Somit dürfen wir dies auch als einen gewissen Etappensieg werten.

Können Sie nachvollziehen, warum der Einwohnerrat das Geschäft zurückgewiesen hat?

Der hohe Investitionsbedarf sowie die noch offenen Punkte wie Aussenraum, Raumbedarf, Schulküche, Finanzierungs- und Kommunikationskonzept führten zu Unsicherheiten und schürten Bedenken über eine drohende Verschuldung und Steuerfusserhöhung.

Wie gehen Sie jetzt nach der Rückweisung des Geschäfts vor?

Der Gemeinderat wird die Zeit nutzen, um die Voten noch genauer zu analysieren und die offenen Punkte zu klären.

Welche Änderungen am Geschäft nehmen Sie vor?

Zum heutigen Zeitpunkt ist noch nicht klar, ob und vor allem welche Änderungen am Geschäft vorgenommen werden.

Wann kommt das Projekt erneut vor den Einwohnerrat?

Das Projekt wird voraussichtlich im Juni 2018 traktandiert.