Was in zahlreichen andern Gemeinden bereits praktiziert wird – die Nutzung der grossen Dachflächen von Schulhäusern und Turnhallen für Solarstromanlagen –, ist auch in Remigen ein Thema. Auf eine Anfrage aus der Bevölkerung hin, hat der Gemeinderat abgeklärt, ob auf dem Dach des Schulhauses eine Photovoltaikanlage erstellt werden soll. Grundsätzlich würde dabei die Gemeinde das Schulhausdach für den Betrieb einer Gemeinschafts-Photovoltaikanlage zur Verfügung stellen. Inzwischen ist dem Gemeinderat auch eine Machbarkeitsstudie vorgelegt worden.

Bis zu 35000 kWh

Aus dieser Studie – die auf der Überlegung beruht, dass eine Gemeinschaftsanlage gegenüber zahlreichen kleinen Anlagen Vorteile bietet – geht hervor, dass sich das Schulhausdach durch seine Südausrichtung und seine leichte Neigung als Standort für eine Photovoltaikanlage eignet. Bei einer nutzbaren Dachfläche von 290 Quadratmetern könnte maximal eine auf 42 kW (Peak) ausgelegte Anlage installiert werden. Der mögliche Jahresertrag wird mit 30000 bis 35000 kWh angegeben. Damit liesse sich gemäss Studie theoretisch der Strombedarf des Schulhauses – jährlich 30000 kWh – oder von ungefähr acht Haushaltungen decken. Die Kosten für eine solche Anlage werden auf rund 252000 Franken beziffert.

Im Vergleich dazu beträgt der Jahresertrag der Photovoltaikanlage, die im vergangenen Herbst auf dem Dach der Turnhalle Riniken installiert worden ist, bei einer theoretischen Leistung von 30 kW (Peak) rund 28000 kWh. Die Investitionskosten, in die sich die Einwohnergemeinde Riniken und die Elektrizitätsgenossenschaft geteilt haben, beliefen sich auf 154000 Franken.

Allenfalls Trägerverein

In Remigen sollen jetzt in einem ersten Schritt, zusammen mit den Interessierten an einer Photovoltaik-Gemeinschaftsanlage, die Varianten für eine Umsetzung des Projekts geprüft werden. In der Machbarkeitsstudie wird allenfalls die Gründung eines Trägervereins vorgeschlagen. Anschliessend sollen die Frage des Stromabnehmers geklärt und die Grösse der Anlage – zwischen 10 und 30 kW – definiert werden. In der Studie wird dazu eine Berechnung für eine 10-kW-Anlage dargelegt, die bei Investitionskosten von 70000 Franken, einem Ertrag von 9000 kWh und einem Preis von 40 Rappen pro Kilowatt unter dem Strich von einem Nettoertrag von 2560 Franken und damit einer Verzinsung des eingesetzten Kapitals von immerhin 3,66 Prozent ausgeht.