Windisch
Schulhaus-Planung: Der Einwohnerrat lehnte die erste Vorlage ab – das hat Konsequenzen

Das Schulhaus Dohlenzelg soll einem Neubau weichen. Im vergangenen November wies der Einwohnerrat den Verpflichtungskredit über 1,87 Mio. Franken für die Projektierung des Neubaus jedoch zurück. Das kostet, wie sich jetzt herausstellt.

Janine Müller
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Das Schulhaus Dohlenzelg in Windisch aus den 1950er-Jahren soll einem Neubau weichen. Das sieht die Schulraumplanung vor.

Das Schulhaus Dohlenzelg in Windisch aus den 1950er-Jahren soll einem Neubau weichen. Das sieht die Schulraumplanung vor.

Janine Müller

Das Dohlenzelg-Schulhaus in Windisch soll neu gebaut werden. Die Schulraumplanung hat ergeben, dass eine Sanierung der Primarschulanlage dringend notwendig ist. Aus der Arealstudie hervorgegangen ist bereits ein konkretes Projekt.

Dieses allerdings war dem Windischer Einwohnerrat nicht geheuer: Er wies den Verpflichtungskredit über 1,87 Mio. Franken für die Projektierung des Neubaus der Schulanlage Dohlenzelg im vergangenen November mit 25 Ja- zu 9 Nein-Stimmen zurück.

Der Bedarf und die Notwendigkeit der baulichen und pädagogischen Massnahmen wurden in der Debatte nicht bestritten. «Eine intensive Diskussion löste das vom Gemeinderat vorgeschlagene Vorgehen aus», heisst es in der neuen Botschaft an den Einwohnerrat. Diese ist nötig, weil der Gemeinderat nun für die weitere Planung mehr Geld braucht.

Drei Varianten präsentieren

Spätestens im Oktober soll dem Einwohnerrat eine überarbeitete Botschaft mit drei Varianten zum weiteren Vorgehen vorgelegt werden. Für die Bearbeitung respektive zur Bauherrenunterstützung und Beratung seien zwei fachlich versierte Büros angefragt worden, schreibt der Gemeinderat. Denn es müssten noch offene inhaltliche Punkte aufgearbeitet werden.

Die da wären: Aussenraum (Aufnahme der Bedürfnisse der Vereine), Bibliothek (Klären des Standorts und einer störungsfreien, gut zugänglichen Erschliessung), Hauswirtschaftsunterricht (Standorte, Umfang, Massnahmen) sowie Lehrschwimmbecken (Umnutzung, Ausbau).

Den Beizug eines externen Büros erachtet der Gemeinderat Windisch als unerlässlich. Zusätzlich will er alle Vorgehen und deren Konsequenzen rechtlich beurteilen lassen. Gemäss eingeholten Offerten ist dafür mit Kosten von rund 22 000 Franken zu rechnen. Dazu kommen 30 000 Franken für die Klärung der offenen Punkte. Hinein fliessen soll auch die Diskussion zur geplanten Verkürzung der Schuldauer bis zur Maturität. Je nachdem soll dann die Projektierung der Schulanlage zur gegebenen Zeit angepasst werden.

In die Bearbeitung miteinbezogen wird eine Begleitgruppe – bestehend aus dem Schulleiter, dem Gemeinderat und Ressortvorsteher Hochbau Max Gasser, der Leitung Planung und Bau sowie den beiden Fachexperten Thomas Zwahlen und Beat Steinmann.

Weil im Budget 2018 der Gemeinde Windisch keine Mittel für die weitere Bearbeitung des Projekts eingestellt wurden und der Einwohnerrat den Verpflichtungskredit ablehnte, stehen dem Gemeinderat nun keine finanziellen Mittel zur Verfügung. Ein Nachtragskredit könne aus rechtlicher Sicht nicht beantragt werden, schreibt die Behörde. Deshalb müsse die Finanzierung mit einem Verpflichtungskredit über 52 000 Franken beim Einwohnerrat beantragt werden.

Über diesen Verpflichtungskredit wird der Einwohnerrat an der Sitzung vom 21. März diskutieren.