Titus Meier, 36, FDP, Lehrer und Historiker

Sein Herz schlägt für Politik und Geschichte: Titus Meier.

  

1. Welche Projekte für Jugendliche in Brugg wollen Sie als Stadtammann in Zukunft unterstützen?

Wichtig ist, dass die Jugendlichen eigene Ideen und Projekte entwickeln und realisieren. Die Stadt kann diese beispielsweise durch die Jugendarbeit unterstützen. Ich würde es begrüssen, wenn bei der Umgebungsgestaltung von Schulanlagen die Anliegen der Jugendlichen aktiv eingeholt und berücksichtigt würden.

2. Würden Sie es unterstützen, dass der FC Brugg, beziehungsweise Brugg, einen Kunstrasenplatz bekommt, damit man im Winter besser trainieren kann? Begründen Sie Ihre Antwort.

Ja, wenn der Bedarf ausgewiesen ist und das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt. Der FC Brugg ist einer der grössten Sportvereine in der Stadt Brugg und bietet Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Auf einem Kunstrasen kann ganzjährig täglich gespielt werden. Sie sind aber teurer und halten nicht ewig. Die Finanzierung müsste breit abgestützt sein.

3. Setzen Sie sich als Stadtammann dafür ein, dass ein McDonald’s oder Burger King nach Brugg kommt? Begründen Sie.

Es liegt nicht in der Hand des Stadtammanns, ob ein Fastfood-Restaurant nach Brugg kommt oder nicht. Ein solches Restaurant wird von Privaten betrieben, wenn sie überzeugt sind, dass es eine genügend grosse Kundschaft und geeignete Räumlichkeiten gibt. Wir müssen als Stadt schauen, dass der Neumarkt belebter ist und vielleicht kommt dann auch einmal ein McDonald’s oder ein Starbucks nach Brugg.

4. Würden Sie als Stadtammann veranlassen, dass Schülerinnen und Schüler Gratis-Tageskarten beziehen können? Begründung: Es gibt Schülerinnen und Schüler, die kommen jeden Tag mit dem Velo zur Schule. Wenn wirklich Sturm und Hagel, Regen oder extrem kaltes Wetter herrscht, dann könnten diese den Bus nehmen.

Die Stadt Brugg übernimmt heute die Hälfte der Kosten für ein Bus-Abo. Für Familien, die aus finanziellen Gründen diese Kosten nicht tragen können, lässt sich eine andere Lösung finden. So wie die Stadt nicht die Kosten für ein Velo übernehmen kann, so kann sie auch nicht alle Bus-Kosten übernehmen.

5. Würden Sie sich als Stadtammann dafür einsetzen, dass die Stadt einen Raum zur Verfügung stellt, den man für Partys mieten kann? Das PIC ist drum fast nie offen.

Das PIC verfügt über verschiedene Räume, die man für Partys mieten kann. Ich würde als Stadtammann dieses Anliegen einmal mit der PIC-Leitung besprechen und bin sicher, dass sich hier eine Lösung finden lässt.

6. Was würden Sie als Stadtammann dafür tun, dass es mehr Schnupperlehrplätze in Brugg gibt?

Ich würde das Thema einmal mit dem Gewerbeverein Zentrum Brugg besprechen, da primär das Gewerbe solche Plätze anbietet. In diesem Jahr findet erstmals ein Anlass mit dem lokalen Gewerbe statt, um den Jugendlichen einen Einblick in die verschiedenen Berufe zu geben. Hier könnte die Stadtverwaltung zukünftig auch mitmachen. Auch würde ich bei einer Wahl dafür schauen, dass die Stadt Schnupperlehrplätze anbietet.

Barbara Horlacher, 46, Grüne, Leiterin Abteilung Umwelt am Flughafen Basel-Mulhouse

Setzt sich für die Umwelt ein: Barbara Horlacher.

   

1. Welche Projekte für Jugendliche in Brugg wollen Sie als Stadtammann in Zukunft unterstützen?

Als Mitglied des Einwohnerrats Brugg habe ich dem Stadtrat den Auftrag für ein Jugendleitbild gegeben. Dabei geht es darum herauszufinden, was es braucht, damit es den Jugendlichen in Brugg wohl ist. Dazu wurden die Jugendlichen selber nach ihren Wünschen gefragt. Ich bin gespannt, was dabei herausgekommen ist.

2. Würden Sie es unterstützen, dass der FC Brugg, beziehungsweise Brugg, einen Kunstrasenplatz bekommt, damit man im Winter besser trainieren kann? Begründen Sie Ihre Antwort.

Der FC Brugg ist der grösste Sportverein in Brugg. Er leistet – wie andere Vereine auch – wichtige Jugendarbeit. Als ehemalige Badmintonspielerin weiss ich, wie wichtig gute Trainingsmöglichkeiten sind. Um zu entschieden, ob es einen Kunstrasenplatz braucht, muss ich mich aber zuerst besser informieren.

3. Setzen Sie sich als Stadtammann dafür ein, dass ein McDonald’s oder Burger King nach Brugg kommt? Begründen Sie.

Nein. Um gesund zu bleiben, müssen wir uns ausgewogen ernähren. Die Vielfalt an Lebensmitteln und Zubereitungsarten ist riesig, und es macht Spass, beim Essen zusammen am Tisch zu sitzen. «Fast-food» ist das Gegenteil von all dem. Abgesehen davon produziert es unverhältnismässig viel Abfall

4. Würden Sie als Stadtammann veranlassen, dass Schülerinnen und Schüler Gratis-Tageskarten beziehen können? Begründung: Es gibt Schülerinnen und Schüler, die kommen jeden Tag mit dem Velo zur Schule. Wenn wirklich Sturm und Hagel, Regen oder extrem kaltes Wetter herrscht, dann könnten diese den Bus nehmen.

Gratulation an alle, die mit dem Velo unterwegs sind! Macht weiter so! Das Velo ist in der Stadt das schnellste, gesündeste und umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Man kommt damit jederzeit an jeden Ort. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass gute Kleider das beste Mittel gegen Regen und Schnee sind.

5. Würden Sie sich als Stadtammann dafür einsetzen, dass die Stadt einen Raum zur Verfügung stellt, den man für Partys mieten kann? Das Jugendkulturhaus Piccadilly ist drum fast nie offen.

Ich finde es wichtig, dass die Jugendlichen aller Altersstufen einen Ort haben, an dem sie unter sich sein können. Da sich das Angebot des Piccadilly eher an ältere Jugendliche richtet, verstehe ich den Wunsch der Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler nach einem eigenen Raum sehr gut.

6. Was würden Sie als Stadtammann dafür tun, damit es mehr Schnupperlehrplätze in Brugg gibt?

Ich würde das Thema auf die Traktandenliste der regelmässigen Gespräche zwischen dem Stadtrat und den Brugger Gewerbetreibenden setzen. Schnupperlehren helfen Lernbetrieben, die zum Betrieb passenden und für den Beruf geeigneten Lernenden zu finden.

Richard Fischer, 67, parteilos, AHV-Bezüger

Richard Fischer will Geld für Kulturschaffende und die Sportförderung generieren.

  

1. Welche Projekte für Jugendliche in Brugg wollen Sie als Stadtammann in Zukunft unterstützen?

Treffen wir uns doch im März 2018 im Stadthaus – ich will wissen, wo euch der Schuh drückt. Inzwischen beantrage als ich als Stadtammann ein Jahresbudget über 1 bis 2 Promille des Nettovermögens der Stadt Brugg (Ende 2016: 79,2 Mio. Franken), demnach ca. 120'000 Franken für die Unterstützung von Jugendorganisationen bzw. deren Projekte. Weitere «Stadtrat-Kässeli» werde ich in derselben Grössenordnung auch für Brugger Kulturschaffende und für die Sportförderung beantragen.

2. Würden Sie es unterstützen, dass der FC Brugg, beziehungsweise Brugg, einen Kunstrasenplatz bekommt, damit man im Winter besser trainieren kann? Begründen Sie Ihre Antwort.

Ja, denn ein Kunstrasen garantiert Trainingssicherheit und der Unterhalt zum Nulltarif gleicht die Anschaffungskosten mit den Jahren aus.

3. Setzen Sie sich als Stadtammann dafür ein, dass ein McDonald’s oder Burger King nach Brugg kommt? Begründen Sie.

Ja, wobei die Standortwahl entscheidend ist. Denn: Mein Neffe ist verantwortlich für die Neueröffnungen von Subway-Filialen im Kanton Aargau. Der Standort Neumarkt Brugg ist an den Mietmöglichkeiten gescheitert. In der Fehlmannmatte in Windisch wurde er dann fündig und eröffnete im Herbst 2016 einen Subway. Ich war ihm dabei bei den Verhandlungen mit dem Bauamt Windisch behilflich.

4. Würden Sie als Stadtammann veranlassen, dass Schülerinnen und Schüler Gratis-Tageskarten beziehen können? Begründung: Es gibt Schülerinnen und Schüler, die kommen jeden Tag mit dem Velo zur Schule. Wenn wirklich Sturm und Hagel, Regen oder extrem kaltes Wetter herrscht, dann könnten diese den Bus nehmen.

Ich denke, dass die lokalen Buslinien mit dem Schülerausweis werktags gratis benutzt werden sollen. Das muss mit den Busbetreibern ausgehandelt und von den Einwohnergemeinden mitfinanziert werden.

5. Würden Sie sich als Stadtammann dafür einsetzen, dass die Stadt einen Raum zur Verfügung stellt, den man für Partys mieten kann? Das PIC ist drum fast nie offen.

Das PIC bietet vom Standort und den Räumlichkeiten her optimale Voraussetzungen für eure Party-Bedürfnisse. Die Stadt Brugg ist mit dem Trägerverein Piccadilly für euer Jugendhaus verantwortlich. Deshalb: Handlungsbedarf bezüglich Öffnungszeiten und Mietmöglichkeiten können mit mir und dem zuständigen Stadtrat jederzeit diskutiert werden.

6. Was würden Sie als Stadtammann dafür tun, dass es mehr Schnupperlehrplätze in Brugg gibt?

Als ehemaliger Unternehmer einer Firma mit 150 Mitarbeitern habe ich dem Lehrlingswesen grosse Bedeutung zugemessen und verlangt, dass pro Lehrjahr mindestens drei Lehrlinge ausgebildet werden. Bei der städtischen Verwaltung vertrete ich mit derselben Überzeugung eine entsprechende Regelung, beispielsweise mindestens ein Lehrling pro Verwaltungsabteilung. Zudem sind die städtischen Auftragsvergaben mit einem gewichteten Vergabekriterium (Anzahl Lehrlinge zum gesamten Mitarbeiterbestand) mit mindestens 20 Prozent zu bewerten.