Brugg
Schönegg-Geschäftsführer Heinz Pulfer geht: «Die schönsten Jahre in meinem Berufsleben»

Die Bauarbeiten der Schönegg Brugg AG an der Fröhlichstrasse kommen zügig voran. Im sanierten Hochhaus haben die Mieter schon bald alle 54 Alterswohnungen bezogen.

Claudia Meier
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Claudia Meier (cm)

Mit beeindruckendem Tempo verändert sich das Quartier an der Brugger Fröhlichstrasse gegenüber dem Pflegezentrum Süssbach. Das Hochhaus des ehemaligen Alterszentrums erstrahlt seit einigen Wochen in neuem Glanz. «Schon für fast alle 54 Alterswohnungen sind die Mietverträge unterzeichnet. Viele Bewohner sind schon eingezogen», sagte Verwaltungsratspräsident Livio Plüss an der vierten Generalversammlung der Schönegg Brugg AG am Montagabend im Süssbachsaal.

Tatsächlich waren an diesem Sommerabend auf der Westseite des Hochhauses schon viele ausgefahrene rote Sonnenstoren zu sehen. Rückblick: Nach dem Umzug der Bewohner und des Personals ins Pflegeheim Süssbach wurde im Februar 2017 mit dem Rückbau des Hochhauses begonnen. Aus dem Alterszentrum entstanden bis Juni 2018 moderne Alterswohnungen, viele davon mit einem kleinen Balkon. Die budgetierten Kosten über rund 7 Mio. Franken können eingehalten werden. Auch im Übergangsjahr schliesst die Jahresrechnung wieder mit Gewinn ab.

Das Baugesuch für die zweite Etappe der Häuser L bis O mit dem Neubau von 55 weiteren Alterswohnungen wurde im letzten November von der Stadt Brugg aufgelegt. Es gingen keine Einsprachen ein. Mit dem Abbruch der bestehenden Alterswohnungen wird im Juli und mit den Ersatzneubauten im August begonnen. Der Bezug ist für den Zeitraum Januar bis April 2020 vorgesehen.

Vermietung läuft über Süssbach AG

Für die Schönegg Brugg AG sei die intensive Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Fugazza Steinmann Partner sowie mit der Generalunternehmung Gross AG ein positives Erlebnis, heisst es im Jahresbericht. Vermietet werden die Alterswohnungen seit über einem Jahr von der Verwaltungsabteilung der Süssbach AG. Als Geschäftsführer der Schönegg Brugg AG hat Heinz Pulfer neben seinen anderen Aufgaben mittlerweile nur noch ein 10-Prozent-Pensum inne. Denn auch hier gibt es Veränderungen. Ende Juni wird der 62-jährige Pulfer Brugg verlassen und in den vorzeitigen Ruhestand gehen.

Der gebürtige Berner mit Wohnsitz in Zürich war ab 2006 während 10 Jahren Geschäftsführer des Alterszentrums. «Er engagierte sich sehr für die Bewohner. Zudem arbeitete er beim ersten Altersleitbild der Stadt Brugg mit», sagte die frühere Stadträtin und heutige Verwaltungsrätin Dorina Jerosch bei der offiziellen Verabschiedung. Pulfer war ausserdem mit der Umwandlung des Vereins zur AG, mit den Wettbewerbsunterlagen für die zu planenden Bauten und mit der Immobilienverwaltung beschäftigt. Ausserdem war er Mitglied der Baukommission für die Alterswohnungen. Er freue sich mit seiner Frau auf den dritten Lebensabschnitt, betonte Pulfer, nachdem er von Verwaltungsrätin Johanna Menton ein Abschiedsgeschenk entgegennehmen durfte, und ergänzte: «Die vergangenen 12 Jahre waren die schönsten in meinem Berufsleben.»

Die 77 anwesenden Aktionäre wählten alle bisherigen Verwaltungsräte für weitere drei Jahre und Livio Plüss erneut zu deren Präsidenten. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde Leo Geissmann als Privatperson und nicht etwa als Stadtrat.