Brugg-Windisch
Schon morgens um 8 Uhr ist der Hochschul-Parkplatz voll – mit Folgen

Die Parkplätze bei der Hochschule für Technik sind schon morgens restlos besetzt. Studenten und Dozenten müssen ausweichen und stellen dann das Auto dort ab, wo sie eigentlich nicht sollten.

Janine Müller
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Die Parkplätze bei der Fachhochschule sind immer besetzt. Das Suchen nach einem Abstellplatz beginnt.

Die Parkplätze bei der Fachhochschule sind immer besetzt. Das Suchen nach einem Abstellplatz beginnt.

Janine Müller

Seit Semesterbeginn im September ist es jeden Morgen das gleiche Spiel oben bei der Hochschule für Technik. Bereits um 8 Uhr leuchtet die Schrift bei den rund 140 Parkplätzen auf: «Besetzt» heisst es jeweils in roten Lettern. Der frühe Vogel kriegt also den Wurm, wie es so schön heisst. Wer Glück hat, der findet noch Parkplätze an der Klosterzelgstrasse in der blauen Zone. Aber auch die sind begehrt und rasch weg.

Dann kurven die Autofahrer jeweils im Quartier umher, auf der verzweifelten Suche nach einem Parkplatz. Irgendwann reicht es den meisten, sie stellen ihr Auto dann irgendwo in den Quartierstrassen ab oder benutzen die Parkplätze bei der Neuapostolischen Kirche, die eigentlich nur für Gottesdienstbesucher gedacht sind.

Problem ist bekannt

Adrian Dömer, Leiter Services des Campus Brugg-Windisch, ist das Problem bekannt. Schon mehrmals hätten sich Anstösser über die Situation beschwert. Ihm sind allerdings die Hände gebunden: «Es sind Privatpersonen, die ihr privates Auto da abstellen. Da können wir nicht intervenieren.» Die Fachhochschule Nordwestschweiz fordert daher die Studenten und Mitarbeitenden auf, mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen. «Die Fachhochschule ist optimal an den öV angebunden», gibt Adrian Dömer zu bedenken, ergänzt aber: «Natürlich gibt es auch Leute, die aufs Auto angewiesen sind.»

Es gab schon einmal die Überlegungen, auf der Wiese neben den Hallerbauten weitere Parkplätze zu bauen. Diese Idee löste sich aber aufgrund des Protests der Anwohner rasch in Luft auf. Eine Möglichkeit hätten die Parkplatzsucher allerdings: «Im Parkhaus des Campus Neubaus hätte es durchaus noch Platz», sagt Adrian Dömer. Da die Plätze dort allerdings teurer sind, sind es vor allem die Studenten, die sich dies nicht leisten können oder wollen. Ein Problem ist die Parksituation vor allem für Teilzeitstudenten oder jene, die erst später am Tag Vorlesungen oder Seminare besuchen.

Keine faire Regelung möglich

«Wir haben schon oft versucht, eine Regel, wer wann einen Parkplatz bekommt, zu erarbeiten», erklärt Adrian Dömer. «Doch wir mussten merken, dass es eine faire Regel schlicht nicht gibt.»

Etwas an der Situation ändern könnte das Raumplanungs- und Mobilitäts-Konzept der Region Brugg-Windisch. Dieses wird allerdings noch immer bearbeitet. So rasch wird sich also nichts an der Situation an der Klosterzelgstrasse ändern. Folglich wird es auch künftig heissen: Der Schnellere ist der Geschwindere.