Der Countdown läuft: In einem Jahr fällt der Startschuss für das Stadtfest Brugg, das vom 23. bis 25. August und 30. August bis 1. September 2019 stattfinden wird. Das Anmeldeverfahren für die Gastronomie und Unterhaltung läuft, das Motto «verfärbt» ist seit Januar bekannt. Grund für das Motto: «Brugg hat ein schwarz-weisses Wappen. Nun ist es Zeit, Farbe in die Stadt zu bringen», erklärte OK-Präsident Jürg Baur bei der Bekanntgabe. Ziel des Stadtfests 2019 sei es, Brugg als lebensfrohe Stadt und Region wahrzunehmen.

Stand 19. August sind 57 Anmeldungen von Beizlibetreibern eingegangen, davon für 14 Grossbeizen. Der Platz für grosse Beizen wird knapp, Kleinbeizen und Verkaufsstände können noch nachgemeldet werden. Freudig überrascht ist das Stadtfest-OK ob der Anzahl Meldungen von Gruppen, Ensembles und Vereinen, die im Rahmen des Stadtfests einen kulturellen Beitrag anbieten wollen. Das Angebot reicht von nationalen Grössen aus der Showszene (Acts werden noch nicht bekannt gegeben) über regionale und lokale Bands aus dem Bereich Rock und Pop, Big Bands, Tanzgruppen bis hin zu urschweizerischer, traditioneller Kultur. Interessierte Gruppen oder Vereine können sich weiterhin melden, heisst es.

Der Gewinn ging ans Spital

Gefeiert wurde bereits vor 50 Jahren, und zwar vom Freitagnachmittag, 30. August bis Sonntag, 1. September. In den Brugger Neujahrsblättern heisst es dazu: «Brugg begeht das Fest des Jahres.» Der Erlös wurde vollumfänglich dem Bezirksspital Brugg gespendet. Ruth Gross, damals OK-Präsidentin des Stadtfests, hat ausschliesslich positive Erinnerungen an den Anlass von vor 50 Jahren «obwohl es schon lange her ist». «Es hat alles sehr gut funktioniert», sagt sie. «Besonders schön war, dass all die umliegenden Gemeinden mitgemacht haben.» Schliesslich seien diese auch am Bezirksspital beteiligt gewesen und hätten ein Interesse gehabt, dieses zu unterstützen.

Initiiert wurde das Brugger Altstadtfest 1968 vom Gemeinnützigen Frauenverein. Nebst verschiedenen Beizli habe es auch einen Markt gegeben, erinnert sich Ruth Gross. «An der Schulthess-Allee beispielsweise wurde ein grosser Antiquitätenstand aufgestellt.» Damit die Standbetreiber ihre Waren nicht extra wieder zusammenpacken mussten, patrouillierte in der Nacht der Hundeklub mit Hunden. «Das reichte damals noch», sagt Ruth Gross und lacht. In den Brugger Neujahrsblättern heisst es weiter: «Das von langer Hand vorbereitete Fest lockte Zehntausende aus der näheren und weiteren Umgebung an.» Und tatsächlich berichtet auch die heute 89-jährige Ruth Gross von vielen Menschen, die das Brugger Altstadtfest besucht haben. «Früher gab es nicht so viele Anlässe wie heute. Darum war dieses Altstadtfest schon etwas ganz Besonderes.»

Insgesamt fast eine Viertelmillion Franken kam letztlich als Spende für das Bezirksspital Brugg zusammen, obwohl das Fest mit seinen 40 Lokalitäten teilweise verregnet wurde. Das erste Altstadtfest fand im Jahr 1956 statt und wurde ebenfalls vom Gemeinnützigen Frauenverein organisiert.