Villigen
Schnurgerade müssen die Furchen beim Wettpflügen sein

Mit schweren Traktoren und viel Fingerspitzengefühl machen sich die Wettkämpfer am Sonntag in Villigen ans Werk: Im Gebiet «üsseri Bünt» geht die Schweizer Meisterschaft im Wettpflügen über die Bühne, pardon, übers Feld.

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Präzision ist gefragt beim Wettpflügen.zvg

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Nur die Besten ihres Fachs treten bei der Schweizer Meisterschaft in Villigen an. «Die Teilnehmer haben sich an regionalen Wettpflügen qualifiziert», erklärt Organisator Willi von Atzigen von der Schweizerischen Pflügervereinigung (SPV). Und er erwähnt, dass die hiesigen Wettkämpfer sogar weltweit an vorderster Front mitmischen: Es gebe hierzulande zwei Pflügerweltmeister, regelmässig seien die Schweizer in der vorderen Hälfte der Weltrangliste klassiert.

«Für das Wettpflügen brauchen wir eine Fläche, die allen Akteuren die gleichen Chancen bietet», sagt von Atzigen zum Gelände. Die Parzelle im Gebiet «üsseri Bünt» sei hervorragend geeignet – «wir können eine Furchenlänge von annähernd 100 Meter fahren. Das ist selten.»

Denn wichtigstes Bewertungskriterium bei einer Meisterschaft ist die gerade Furche. Entscheidend sind weiter, so will es das Reglement: ein ausgeglichenes Furchenbild, ein vollständiges Unterbringen von Bewuchs, kein Überfahren der Furchen.

Die Schweizer Meisterschaft soll gemäss von Atzigen ein bescheidener, mit wenig Aufwand organisierter Anlass werden. Ziel sei es, der Bevölkerung einen Einblick in eine Randsportart mit landwirtschaftlichem Bezug zu bieten.

«Die Zuschauer werden beobachten können, dass präzises Arbeiten spannend und befriedigend sein kann», so von Atzigen weiter. «Nicht zuletzt wird zu erkennen sein, was moderne Technik und Fachwissen geschickt kombiniert zu leisten vermögen.» (mhu)

Schweizer Meisterschaft im Wettpflügen auf dem Gelände «üsseri Bünt» in Villigen: Sonntag, 8. September, 11 Uhr; Rangverlesen ca. 16.30 Uhr; mit Festwirtschaft.