Auenstein

Schluss mit Stellvertretungen: Jetzt predigt Jürgen Dittrich

Jürgen Dittrich hält seine Predigt vor vollen Bänken.

Jürgen Dittrich hält seine Predigt vor vollen Bänken.

Nach turbulenten Zeiten in der Kirchgemeinde Auenstein, kehrt nun wieder etwas Ruhe und geordnete Verhältnisse ein. Gleich vier neugewählte Mitglieder arbeiten zusammen an den künftigen Herausforderungen.

Die Kirchenbänke in der gotischen Kirche reichten nicht aus, um allen Besuchern Platz zu bieten. Zusätzliche Klappstühle mussten aufgestellt werden, als Dekanin Verena Salvisberg Jürgen Dittrich offiziell in sein neues Amt einsetzte. «Kirche sein, das ist eine Herausforderung. Und genau so ist Pfarrer seine Herausforderung», erklärte Verena Salvisberg der Kirchgemeinde, eine Herausforderung, die schön und schwierig zugleich sei.

Passend hat Jürgen Dittrich als Thema für die Installationsfeier gestern Sonntag die Verse des Josua gewählt, der in einer Zeit des Aufbruchs als Nachfolger Moses die Israeliten in das Land der Verheissung führen sollte. Damit wollte sich allerdings der neue Pfarrer keineswegs mit Josua vergleichen: «Die Geschichte von Josua meint alle Menschen. Wir alle müssen uns neuen Herausforderungen stellen.»

Kirche vor Herausforderungen

In einer Phase des Aufbruchs und der Umgestaltung befindet sich aktuell die ganze Kirchgemeinde Auenstein. Nach einem Jahr, in dem es zuerst hiess, die Kirchenpflege sollte ganz aufgelöst werden, und später eine provisorische Kirchenpflege ad interim aufgestellt wurde, konnten schliesslich doch neue Wahlen durchgeführt und vier neue Mitglieder eingesetzt werden.

Der bisherige Pfarrer Daniel Hess verliess Mitte des letzten Jahres Auenstein, um sich in Aarau neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Da ein Einzelpfarramt zu besetzen schwierig sei, so Conny Sütterlin-Nauer von der Kirchenpflege, musste letzten Sommer vorerst eine Stellvertretung eingestellt werden.

Theologie und Journalismus

Nun aber hat Auenstein endlich einen neuen Pfarrer, der sich zusammen mit der Gemeinde allen noch kommenden Herausforderungen stellt. Jürgen Dittrich hat sein Theologiestudium in Bern absolviert und sich, nach zweijähriger Tätigkeit bei der Kirche, einem Journalismusstudium gewidmet. Danach arbeitete er abwechselnd in der Medienbranche und im theologischen Bereich, zuletzt als Redaktionsleiter bei der evangelisch-reformierten Zeitschrift «reformiert».

Der direkte Kontakt zu den Menschen war ausschlaggebend bei der Entscheidung, wieder als Pfarrer tätig zu werden. Er ist besonders vom Gemeindeleben begeistert: «Die Leute sind auf vielen Ebenen extrem engagiert, was nicht selbstverständlich ist.»

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