Wer im Campus Brugg-Windisch in der Vergangenheit in den Raum 6.1H05 gehen musste, machte sich oft schon im Vorfeld Sorgen, ob er dieses Zimmer auf Anhieb finden wird. Auch war beispielsweise auf dem Plan an mehreren Orten das Institut für Weiterbildung und Beratung vermerkt. Doch wo musste man genau hin? Mit anderen Worten: Die Orientierung im 2013 eröffneten Campus mit seinem nicht ganz einfachen Grundriss war für viele eine Herausforderung. Das soll sich nun in den Gebäuden 5 und 6 mit der Anpassung der Signaletik ändern.

«Die Wegleitung wird in diesen Gebäuden in Zukunft nur über die Sektoren A bis D erfolgen, die H-Räume verschwinden somit», sagt Sprecher Sandro Nydegger vom Standort Brugg-Windisch. Zudem würden neu die Durchgänge zu den Bürosektoren (Glastüren) mit den Bezeichnungen der jeweiligen Organisationen angeschrieben.

Dass die Übersichtspläne komplett angepasst und vereinfacht wurden, zeigt sich bei einem Rundgang vor Ort mit Campusleiter Adrian Dömer. Neu sind keine Institute mehr, sondern nur noch die Sektoren und die Empfangsstandorte der drei Hochschulen für Pädagogik, Technik und Wirtschaft sowie Infrastrukturen wie Restaurant, Bibliothek und der allgemeine Empfang der FHNW in der Passerelle auf dem grossen Plan vermerkt. Detaillierte Hinweise zu den einzelnen Instituten wurden bewusst weggelassen. Stattdessen sind der eigene Standort und Gebäudeteil mit einem gelben Punkt und einem Rahmen versehen.

Die Anpassung geht über die neuen Schilder hinaus

Wer die Treppe hochgeht, sieht am grossen Buchstaben auf der neuen Tafel an sofort, in welchem Sektor er sich befindet. Pfeile zeigen die Richtung zu den anderen Sektoren. «Mit den H-Räumen waren die dem Hof zugewandten Zimmer gemeint, aber das haben viele nicht verstanden», sagt Dömer. Jetzt sind sie überflüssig.

Die Räume sind mit neuen Schildern versehen, bei denen die Brailleschrift mit Metallkügelchen im Plexiglas eingelassen ist. Das ist robuster als die früher aufgeklebten Plastiktupfer, die man abkratzen konnte. Über einen QR-Code auf dem Schild gelangt man direkt auf die Online-Plattform, um die Räumlichkeiten zu reservieren. Die Anpassung der Signaletik zieht unzählige weitere Arbeitsschritte nach sich: So müssen auch Stelen, Signaturen und Dokumente angepasst werden. Angesprochen auf die Kosten für die neue Beschriftung, nennt Dömer keinen genauen Betrag: «Es geht um einen mittleren fünfstelligen Betrag.» Zum Semesterstart im September wird alles fertig sein.

Künftig wird das Zügeln einfacher sein

Bis zum Semesterstart werden im Campus (Gebäude 5 und 6 sowie teilweise im Gebäude 4) zudem noch 350 Arbeitsplätze verschoben. «Das hat damit zu tun, dass die Institute in den letzten sechs Jahren unterschiedlich gewachsen sind», erklärt Adrian Dömer.

Als der Campus 2013 eröffnet wurde, zählte man in Brugg-Windisch 2400 Studierende, jetzt sind es 3500. Die Zügelaktion betrifft primär Arbeitsplätze der Pädagogischen Hochschule und der Informatikdienste. Dank der neuen Beschriftung wird künftig kostengünstiger gezügelt, da keine Anpassungen mehr vorgenommen werden müssen.