Windisch
Schluss mit dem Baulärm, dem Staub und den Provisorien

Freundliches Hellgelb statt tristes Grau: Das Bezirksschulhaus in Windisch ist innen und aussen saniert worden. Bis zu den Herbstferien werden die letzten Arbeiten ausgeführt sein. Mit der neuen Gebäudehülle sollen die Energiekosten sinken.

Michael Hunziker
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Bessere Isolation: Die Fassade des Bezirksschulhauses ist mit gelben Platten versehen worden. mhu

Bessere Isolation: Die Fassade des Bezirksschulhauses ist mit gelben Platten versehen worden. mhu

Michael Hunziker

Die Gemeinderätinnen Heidi Ammon und Rosi Magon zeigen sich zufrieden. «Wir sind froh, dass der Unterricht in den erneuerten Räumlichkeiten erfolgen kann.»

Die Sanierung des Gebäudes während des laufenden Schulbetriebs sei kein einfaches Unterfangen gewesen, blickte Heidi Ammon an einer Presseinformation auf die letzten Monate zurück. Drei Klassen seien permanent in Provisorien untergebracht worden, die Arbeiten hätten zu Umtrieben, Lärm und Staub geführt. Grösste Beachtung sei dem Bereich Sicherheit geschenkt worden. Kurz: «Es war enorm anspruchsvoll für Schulhausleiter, Lehrpersonen und Schüler. Es mussten diverse Abklärungen und Absprachen getroffen werden.» Aber: «Alle Beteiligten halfen einander», so Heidi Ammon. Nicht zuletzt aus diesem Grund habe die Sanierung planmässig nach einem Jahr abgeschlossen werden können.

Zum Projekt kamen die Gemeinderätinnen Heidi Ammon und Rosi Magon eher überraschend. Nach der Erkrankung des Gemeindeammanns Hanspeter Scheiwiler Anfang Jahr sprangen sie in die Bresche. Beide betonen, dass sie diese Aufgabe gerne übernommen haben. Im gleichen Atemzug räumen sie ein, dass es eine echte Herausforderung gewesen sei, in den laufenden Prozess einzusteigen. Denn die Koordination und Kommunikation stellte sich beim komplexen Vorhaben als anspruchsvoll und zeitintensiv heraus. Als Fachmann beigezogen wurde Architekt Peter Menziger aus Brugg.

Für das Sanierungsprojekt genehmigten die Stimmberechtigten im Februar 2011 einen Kredit von 6,7 Mio. Franken. Laut Heidi Ammon ein nachhaltiger und weiser Entscheid. Mit einem Blick auf den Betrag hält sie fest, dass mit einer Kreditüberschreitung zu rechnen sei. Über die Höhe der Mehrkosten könnten allerdings noch keine Angaben gemacht werden. Rosi Magon ergänzt, dass sich die veränderten gesetzlichen Bestimmungen – unter anderem beim Brandschutz – auf die Kosten ausgewirkt hätten. Trotzdem: «Wir sind sehr haushälterisch mit den Mitteln umgegangen.»

Dieser Aussage pflichtet Peter Menziger bei. Ziel der Sanierung war es in erster Linie, die Hülle des rund 50 Jahre alten Schulhauses auf Vordermann zu bringen. Die Fassade wurde mit Platten isoliert, das Dach gedämmt, die Fenster wurden ersetzt. Durch diese Massnahmen entspricht das Gebäude heute dem Minergie-Label.

Die Schulzimmer sind jetzt mit einer kontrollierten Lüftung ausgestattet. Im Innern, so Rosi Magon, ist aus Kostengründen Bestehendes und Neues kombiniert worden. Als Beispiel erwähnt sie die interaktive Wandtafel mit Beamer, die als Ergänzung zur herkömmlichen Wandtafel angebracht wurde.

Bei den Unterhaltskosten werde sich zeigen, welche Wirkung die neue Gebäudehülle habe, sagt Heidi Ammon. Architekt Menziger ist überzeugt: «Die Energiekosten werden massiv sinken.»

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