Region Brugg
Schlaglöcher und Rohrbrüche: Der Winter hat Spuren hinterlassen

Die Kälteperiode im Januar hat Folgen: Bei Strassen und Wasserleitungen sind einige Schäden entstanden.

Désirée Ottiger
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Die lange Kälteperiode im Januar führte zu Rissen in der Rottweilerstrasse in Brugg.

Die lange Kälteperiode im Januar führte zu Rissen in der Rottweilerstrasse in Brugg.

Désirée Ottiger

Er war so kalt wie seit 30 Jahren nicht mehr, der Januar. Im Mittelland wies der diesjährige Januar eine Durchschnittstemperatur von rund minus drei Grad auf. Schaut man in den Statistiken zurück, wird er erst wieder vom Januar 1987 geschlagen. Dieser Januar also, in dem in La Brévine der bis heute ungebrochene Schweizer Kälterekord von minus 41,8 Grad gemessen wurde.

Die frostigen Temperaturen führten nicht nur zu kalten Händen und eisigen Füssen, sondern sind auch Auslöser einiger Strassenschäden in der Region Brugg. In Windisch beispielsweise entstanden auf dem gesamten Gemeindegebiet Schlaglöcher, wie Roland Schneider, Leiter Planung und Bau Windisch bekannt gibt.

In Brugg und Birr führte die Kälte zu Rissbildungen in der Strasse. In Brugg ist beispielsweise die Rottweilerstrasse davon betroffen, in Birr haben sich die Risse an der Alten Lenzburgerstrasse, der Hinterhofstrasse und an der Schulstrasse gebildet. Roger Brogli vom Werkdienst Brugg sagt, dass diese Risse für Laien kaum sichtbar seien. Die Gefahr bei solchen Rissen ist es, dass sie sich mit Schmelzwasser füllen, das beim nächsten Frost unter dem Belag gefriert und diesen anhebt. So geschehen bei der Schönegg-Unterführung in Brugg.

Mehrere Wasserleitungsbrüche

Nebst den Rissen kam es mancherorts auch zu Wasserleitungsbrüchen. Alexander Klauz, Gemeindeschreiber von Birr, kann an der Wydenstrasse einen, durch Kälte verursachten Wasserleitungsbruch vermelden. Die Wasserversorgung Windisch verzeichnete sechs Rohrbrüche, ob diese aber mit dem kalten Wetter zusammenhängen, lässt sich nicht genau sagen, so Roland Schneider.

Thomas Wüst von der IBB Energie AG, teilt mit, dass in Brugg mit zwei bis drei Lecklagen im Hauptnetz alles im gewohnten Rahmen liegt und dass der überdurchschnittlich kalte Winter bis jetzt keine speziellen Auswirkungen hatte. Ebenfalls verschont blieb Veltheim. Die Gemeindeverwaltung konnte auf Anfrage keine namhaften Schäden nennen.

Tonnen von Streusalz gebraucht

Um die Sicherheit für Autofahrer und Passanten zu gewährleisten, brauchten die verschiedenen Werkdienste eine grosse Menge an Streusalz. Veltheim verbrauchte rund 4 Tonnen, Brugg benötigte 45 Tonnen, Windisch 35 Tonnen und Birr einer groben Schätzung zufolge 10 Tonnen. Sämtliche angefragten Gemeinden im Bezirk salzen mit normalem Streusalz. Würde anstelle des Salzes Sole verwendet werden, könnte viel Salz gespart werden.

Doch dafür wären grosse Investitionen nötig, weil beispielsweise sämtliche Fahrzeuge umgerüstet werden müssten. Dies würde sich zurzeit nicht rechnen. Roland Schneider, Leiter Planung und Bau Windisch, gibt jedoch an: «Es ist anzunehmen, dass in Windisch eine Salz-Solemischung eingesetzt werden wird, sobald der kantonale Werkhof umgerüstet ist.»

Erfreuliches Fazit

Der überdurchschnittlich kalte Januar sorgte für einige Rissbildungen mehr in den Strassen als üblich. Auch ein paar Wasserleitungsbrüche sind auf die frostigen Temperaturen zurückzuführen. Trotzdem hat die Kälte nicht viel mehr Sachschäden angerichtet als in anderen Jahren.

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