Brugg/Untersiggenthal
Schiffsexkursion zu Fischen und Krebsen im Wasserschloss

Auf einer Fahrt im Schlauchboot von Brugg-Altenburg bis zur Limmatmündung im Stroppel gab es viel Spannendes über das Wasserschloss und die dort lebenden Fische zu erfahren. Dabei gingen viele interessante Tierchen ins Netz.

Christian Roth
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Kurz nach der Einwasserung in Altenburg
10 Bilder
Im Brugger Schachen und Siggenberg am Horizont
Fahr im Schlauchbootvon Brugg-Altenburg bis zur Limmatmündung
Ruedi Sommerhalder am Limmatspitz (im Hintergrund die Kirche Rein)
Bei der Eisenbahnbrücke nach Umiken
Kurs auf die Kiesinsel bei der Reussmündung
Zwischenhalt bei der Turnhalle Mühlematt
Im Flachwasser auf der Suche nach Larven, Fischen und Krebsen
Auf der Suche nach Fischen, Krebsen und Larven beim Mühlemattgebiet
Landung bei der Mülimatt

Kurz nach der Einwasserung in Altenburg

Christian Roth

Eine bunt gemischte Gruppe von jüngeren und älteren Bootsfahrern versammelte sich unterhalb des Aarewehrs beim Schwimmbad Brugg. Leiter Ruedi Sommerhalder informierte, dass in der Aare bei Brugg im Jahresdurchschnitt 350 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abfliessen und es aktuell gut 540 Kubikmeter seien. «Ab 600 oder 650 Kubikmeter ist es schwierig», sagte Sommerhalder, «weniger wegen der grossen Wassermasse als wegen dem Treibgut.» Drei Schlauchboote mit je zehn Personen unter der Leitung von Ruedi Sommerhalder und zwei weiteren erfahrenen Bootsführern paddelten auf das Kommando «und zieh! Und zieh!» in die braungrüne Aare hinaus.

Unter der Eisenbahnbrücke bei Umiken hindurch ging es in die Aareschlucht hinein, wo der Fluss nicht nur viel enger, sondern mit 18 Metern auch sehr tief wird. Nach der Altstadtbrücke legten die Bootsfahrer beim Spielplatz unterhalb der Mülimatt-Turnhalle an.

Für Jungfische ideal

Roger Wetli, Leiter Umweltbildung bei Pro Natura Aargau, verteilte Becherlupen und Netze, mit denen sich Jung und Alt auf die Jagd nach allerlei Wasserlebewesen machten. Neben Libellenlarven, Rückenschwimmern, Schnecken und Bachflohkrebsen gingen auch verschiedene kleine Fische ins Netz.

«Diese Flachwasserzone ist für Jungfische ideal», sagte Wetli und erklärte das Konzept, das hinter der Ausgleichsfläche für die neu gebaute Turnhalle Mülimatt steht: «Es soll ein Miteinander von Naturschutz und Erlebnis möglich sein». Wetli stellte die beiden Fischarten Äsche und Groppe näher vor. Weiter ging es zur Insel bei der Reussmündung, wo Äschen ihre Eier in Höhlen im groben Kies ablegen. «Junge Fische zieht es mit der Strömung eher flussabwärts, die erwachsenen Tiere schwimmen wieder flussaufwärts zum Ablaichen.»

Nach einem Abstecher zum Limmatspitz, wo Ruedi Sommerhalder von der bewegten Geschichte des Wasserschlosses erzählte, ging es an der Limmatmündung vorbei zur Auswasserungsstelle beim Stroppelareal in Untersiggenthal. Die Besichtigung der neu gebauten Fischtreppe beim Kraftwerk Stroppel rundete die Exkursion ab.

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