Schinznach-Dorf

Schaulaufen der regionalen Handwerker

Die elfte Schenkenberger Gewerbeausstellung «Schega» fand erstmals im Gewerbepark an der Veltheimerstrasse statt.

Im Aussenbereich der Schega haben einige am «Wybronne» Platz genommen, beim Grillstand der Suter Metzg stehen die Gäste Schlange für die Oberflachserli, die Paprikabratwurst oder die Rosmarinkartoffeln, die in einer grossen Pfanne gebraten werden. Gleich nebenan parkiert ist das neue Patrouillenboot P16 der Schweizer Armee. Kinder wie Erwachsene marschieren über die Treppe, um es sich näher anzuschauen. Den Rundgang-Schildern folgend, müssen die Gäste im Gewerbepark die betonierte Wendeltreppe überwinden, ehe sie im 2. Stock auf die Aussteller treffen. Die Kunstobjekte der «Galerie Immaginazione» auf der einen, der Stand des Alters- und Pflegeheims Schenkenbergertal auf der anderen Seite, flanieren sie durch die Gänge. Vom mit Blumen geschmückten Velo mit Anhänger wird den Gästen ein Getränk serviert. Wer will, kann sich den Blutdruck messen lassen.

«Die Ausstellung ist extrem gross und verwinkelt»

Auffällig an der Schega ist die Vielzahl an Handwerksbetrieben aus den Bereichen Elektro, Haustechnik, Garten, Schreinerei und Weinbau. Sie schätzen es, sich ohne Zeitdruck mit den Kunden unterhalten zu können. Für die meisten ist die Schega dazu da, sich zu präsentieren, zu zeigen, wer hinter den lokalen Geschäften steckt, und auch, was es heisst, sich im wirtschaftlichen Umfeld zu behaupten. Ausgerüstet mit diversen Geschenkartikeln wie LED-Lampen, Fliegenklatschen oder Putzkübeln schauen sich die Gäste die Ausstellung an, halten unterwegs einen Schwatz mit Bekannten.

Dass die Schega an einem neuen Ort und neu Anfang September stattfindet, spielt eine untergeordnete Rolle: «Es ist hier extrem gross und verwinkelt – ein bisschen kann man sich verlaufen. Das Datum macht für mich keinen Unterschied», erklärt eine Frau, die in Schinznach-Dorf wohnt. Ein Ehepaar aus Scherz findet: «Die mehrstöckige, auf engem Raum gestaltete Ausstellung ist sehr schön gemacht. Wir sind hier, weil wir viele kennen. Besser wäre allerdings, die Schega fände Ende September, Anfang Oktober statt», findet der Mann, da aufgrund des warmen Wetters einige andere Pläne, wie beispielsweise eine Grillparty, hätten.

Kinder schauen, wo es etwas zu tun gibt

Die Kinder halten derweil Ausschau nach Ständen, wo ihre Geschicklichkeit gefragt ist: So werden Türme aus Bauklötzen gestapelt, Rohre und Kabel eingezogen, bei der Robofactory wird studiert und gespielt. Immer wieder faszinierend sind die Glücksräder, bei welchen die Kinder mit offenen Mündern davorstehen und hoffen, einen tollen Preis zu ergattern. Bei der Feuerwehr lassen die Kinder den Ball tanzen – dies mittels Wasserstrahl aus dem Feuerwehrschlauch.

Nach all den Informationen und Einflüssen lassen es sich die einen bei Kaffee und Vermicelles-Törtli gutgehen, während die anderen in der Schega-Beiz Deftiges wie Schweinsbraten vom Holzkohlegrill, Gemüseburger oder eine Kürbiscrèmesuppe bestellen.

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