Hausen
Schäferhunde zeigen ihr Können an Schweizermeisterschaft

Jugendschweizermeisterschaften mit Schäferhunden auf dem Scherzberg. Wegen des Schnees ist es besonders schwierig, die Aufgaben des Parcours umzusetzen. Aber die jungen Hundeführerinnen machen ihre Sache gut.

Irene Hung-König
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Die 14-jährige Sibylle Achermann wartet hinter dem Absperrband mit ihrer deutschen Schäferhündin Joy auf ihren Einsatz. Gleich werden die beiden ihr Können in den Punkten Fährte, Unterordnung und Führigkeit unter Beweis stellen. Das Schneetreiben wird stärker, was die Sache erschwert. Roland Mägerli, der Präsident des veranstaltenden Schäferhundeclubs Ortsgruppe Brugg, amtet als Richter. Er attestiert Sibylle Achermann eine solide Prüfung. Von 100 möglichen Punkten hat sie 84 erhalten. «Einmal hätte Joy liegen bleiben und warten müssen, bis ich ihr wieder ein Zeichen gebe», sagt die 14-Jährige. «Stattdessen hat sie sich aufgesetzt. Auch sei es heute wegen des ersten Schneefalls besonders schwierig, die Vorgaben wie geplant umzusetzen. Das sieht auch Roland Mägerli so: «Heute sind die Voraussetzungen besonders schwierig, doch die Hundeführerinnen machen ihre Sache gut.»

Schäfer apportieren
7 Bilder
Schäfer Hindernissprung
Schäfer läuft nebenher
Schäferhunde zeigen ihr Können
Schäfer Hund sitzt
Ein Schäferhund läuft im Schnee
Schäferhunde zeigen ihr Können

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Irene Hung-König

«Die Freude überwiegt»

Sibylle Achermann arbeitet seit zwei Jahren mit Schäferhündin Joy zusammen. «Klar will ich an den Schweizermeisterschaften das Beste geben, doch die Freude, mit Joy zusammen zu arbeiten, überwiegt.» Nach den Jugendschweizermeisterschaften hat sie sich eine schwierigere Prüfung zum Ziel gesetzt, wo der Hund in einem begrenzten Feld Gegenstände suchen und selbstständig zurückbringen muss.

Celina Wolfisberg steht mit Schäferhund Djego von der Gletscherhöhle parat. Zuvor haben sie sich mit kleinen Übungen aufgewärmt. Djego macht es Spass, im Schnee herumzutollen, doch jetzt heisst es wieder: volle Konzentration. Mit klaren Anweisungen läuft Djego an der Seite der 18-Jährigen an einer Personengruppe vorbei, muss sitzen bleiben, wenn die Hundeführerin weitergeht; oder er hat Hindernisse zu überspringen. Celina Wolfisberg und ihr Rüde erhalten von Roland Mägerli 98 Punkte für ihre Darbietung. «Mein Hund läuft nicht konstant gleich. Manchmal toll, anderntags ist er unkonzentriert.» Für sie sei ohnehin die Freude mit dem Hund wichtiger: «Er baut mich auf. Wenn ich ihn hole, um rauszugehen, springt er an mir hoch und kann es kaum erwarten, bis es losgeht.»

Der Prüfungstag ist für Celina Wolfisberg aber noch nicht zu Ende: Später wird sie mit 25 anderen Hundeführerinnen und Hundeführern das Rennen, den Canin Cross, bestreiten. Dabei gilt es, einen abgesteckten Parcour in schnellstmöglicher Zeit abzulaufen: «Das macht extrem Spass, denn ich und der Hund sind ein Team. Ich kann nicht links gehen, wenn er nach rechts zieht», erklärt sie.