Brugg
Sanierung von Kindergarten soll 60 000 Franken kosten

Der Doppelkindergarten Bilander ist in die Jahre gekommen. Er muss saniert werden. Jetzt wird dem Einwohnerrat ein Projektierungskredit von 60 000 Franken vorgelegt.

Louis Probst
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Ein Sanierungsfall: Der Kindergarten Bilander. lp

Ein Sanierungsfall: Der Kindergarten Bilander. lp

«Der Doppelkindergarten Bilander stammt aus dem Jahre 1974», stellt der Stadtrat in seiner Vorlage anden Einwohnerrat fest. «Im Lauf der Jahre sind zwar notwendige Anpassungen und Sanierungen vorgenommen worden. Die Konstruktionsaufbauten entsprechen aber dem damaligen Stand der Technik.

Heutige Anforderungen erfüllen sie in keiner Weise. Die vorhandenen Räume genügen den heutigen Bedürfnissen nur teilweise. Es fehlen ein Gemeinschaftsraum, der von beiden Klassen genutzt werden kann, sowie ein Aussengeräteraum. Ebenso fehlt ein gedeckter Aussenraum von genügender Grösse.»

Es braucht diesen Kindergarten

Der Stadtrat weist auch darauf hin, dass sich mit der Ablehnung des Bildungskleeblatts geklärt habe, dass die Kindergärten noch über Jahre in Betrieb gehalten würden. Zudem zeige eine Erhebung der Schülerzahlen, dass auf den Quartierkindergarten Bilander nicht verzichtet werden könne. Der Kindergarten Bilander decke das flächenmässig grösste Einzugsgebiet ab, wird in der Vorlage an den Einwohnerrat erklärt. Und er ermögliche kurze Schulwege, die zudem nicht mit gefährlichen Querungen von Verkehrsachsen belastet seien.

Angesichts dieser Ausgangslage hatte der Stadtrat die Brugger Architekten Peter Schmidlin und Max Suter beauftragt, Vorschläge für eine Sanierung des Kindergartens Bilander auszuarbeiten. In einer Sanierungsstudie zeigten die Architekten drei Varianten auf, nämlich eine minimale Sanierung, eine optimale Sanierung und einen Neubau.

Entscheid für Variante «Optimal»

Der Stadtrat hat sich für die optimale Sanierung entschieden. Diese Variante sieht im Wesentlichen den Rückbau der Gebäudehülle; die Optimierung der inneren Raumbezüge; die Anpassung der Installationen an den Minergie-Standard sowie die teilweise Integration der neu geforderten Räume vor. «Die Variante optimale Sanierung bringt nebst den bautechnischen und energetischen Verbesserungen auch eine Optimierung der räumlichen Anordnungen», stellt der Stadtrat fest.

Die Kosten für die optimale Sanierung liegen zudem um rund 30 Prozent unter denjenigen für die Variante Neubau. Immerhin werden die Kosten für die Sanierung aber auf 1,1175 Millionen Franken geschätzt.

Realisierung frühestens Mitte 2012

Zum weiteren Vorgehen erklärt der Stadtrat, dass nach der Zustimmung zum Projektierungskredit noch in diesem Jahr das Bauprojekt und der Kostenvoranschlag erarbeitet und dem Einwohnerrat ein Baukredit beantragt werden sollen. «Mit der Realisierung des Bauvorhabens ist frühestens Mitte 2012 zu rechnen», betont der Stadtrat.

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