Schulhaus-Sanierung
«Sanierung oder Abbruchbewirtschaftung?»

Der Einwohnerrat wird am kommenden Mittwoch über einen Kredit von knapp 7 Millionen Franken für die Sanierung des Schulhauses der Bezirksschule zu befinden haben. Jetzt nimmt die Schulpflege Stellung.

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«Eine gute Schule braucht eine gute Infrastruktur», stellt die Schulpflege Windisch in ihrer Stellungnahme fest. «Für die Schulpflege Windisch ist klar, dass die nachhaltige Sanierung des Bezirksschulhauses jetzt angepackt werden muss. Dazu gehört aus pädagogischer Sicht zwingend auch das Lernschwimmbecken.»

«Abbruch auf Raten keine Option»

«Handlungsbedarf besteht schon lange», betont die Schulpflege. «Das sagen nicht nur die Nutzer des Bezirksschulhauses, sondern auch die Gemeindebehörden. Deshalb wurde bereits 2007 ein Sanierungskonzept in Auftrag gegeben, das eine deutliche Sprache spricht: Die Mängel sind so erheblich, dass nur eine nachhaltige Sanierung (Kostenpunkt: zwischen 6,8 und 8,4 Millionen Franken) oder eine Abbruchbewirtschaftung infrage kommt. Ein Abbruch auf Raten ist keine Option. Die Schule Windisch benötigt diese Schulräume auch nach der Umstellung auf das neue Schulsystem mit 6 Jahren Primarschule und 3 Jahren Oberstufe. Zudem werden mit den regen Bautätigkeiten, die in Windisch zugange sind, in den nächsten Jahren bis zu 1000 Einwohnerinnen und Einwohner mehr erwartet. Der Gemeinderat geht davon aus, dass ein Neubau auf etwa 19 Millionen Franken zu stehen käme.»

Eine nachhaltige Sanierung sichere nicht nur eine sinnvolle Nutzung des Gebäudes für die nächsten 30 bis 40 Jahre, ist die Schulpflege überzeugt.

«Sanierung reduziert Kosten...»

«Mit der Sanierung lassen sich auch die jährlichen Betriebskosten senken. Aus pädagogischer Sicht ist es dringend nötig, dass das Lernschwimmbecken wieder instand gestellt wird. Denn Schwimmen ist ein wichtiger Teil der Bewegungsförderung und trägt mit dem Turnen nachweislich zum Wohlbefinden und zur Gesundheit der Kinder und Jugendlichen bei.» In der Region Wasserschloss sollten Kinder und Jugendliche auch aus Sicherheitsgründen schwimmen lernen. Die Schulpflege gibt aber auch zu bedenken, dass der finanzielle und zeitliche Aufwand für eine Nutzung des Hallenbades Brugg zu gross und die Möglichkeiten des Unterrichts in einem öffentlichen Bad beschränkt sind. Weil die Turnhallen bereits stark ausgelastet sind, würden ohne Lehrschwimmbecken zudem Engpässe beim Turnangebot entstehen und die Organisation der Turnstunden stark erschwert.

«...und stärkt den Schulstandort»

«Die externe Evaluation, die im Winter 2009/2010 durchgeführt worden ist, gibt der Schule Windisch gute Noten», erklärt die Schulpflege. «Aus den Befragungen geht aber auch hervor, dass die Rahmenbedingungen verbessert werden müssen. Die nachhaltige Sanierung des Bezirksschulhauses, inklusive Lehrschwimmbecken, trägt dazu bei, dass der Schulstandort Windisch attraktiv bleibt. Davon profitiert auch der Wohnort Windisch.» (az/Lp)