Windisch
Sandwich-Ladenkette «Subway» zieht in die Fehlmannmatte

Erstmals hält eine grosse Fastfood-Kette Einzug – nächsten Freitag ist die Restaurant-Eröffnung geplant. Im Optimalfall können über 60 Personen gleichzeitig im Restaurant essen.

Michael Hunziker
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Das markante Logo ist angebracht, im neuen Lokal werden 44 Plätze im Innern sowie rund 20 Plätze im Aussenbereich zur Verfügung stehen.

Das markante Logo ist angebracht, im neuen Lokal werden 44 Plätze im Innern sowie rund 20 Plätze im Aussenbereich zur Verfügung stehen.

Michael Hunziker

Die Fahnen und Schilder mit dem weiss-gelben Schriftzug auf grünem Grund sind unübersehbar: Der Sandwich-Anbieter Subway zieht in die Überbauung Fehlmannmatte in Windisch. Noch sind die letzten Arbeiten im Erdgeschoss im Gang, muss da eine Türe montiert, dort ein Lautsprecher angebracht werden. Verläuft alles reibungslos, soll am nächsten Freitag die Eröffnung gefeiert werden. Said Benbrahim, der das Lokal gemeinsam mit seiner Frau Zahra als Franchisenehmer führen wird, ist zuversichtlich, alle Details klären und den Zeitplan einhalten zu können.

Er habe eine Riesenfreude, dass es nach der intensiven Planungs- und Bauphase endlich losgehe, sagt Said Benbrahim bei einem Augenschein mit einem Lachen. «Aber auch die Anspannung steigt», räumt er ein. «Ich bin schon etwas nervös.» Denn mit Subway komme erstmals eine grosse Fast-Food-Kette in den Ort. «Das ist ein gewisses Risiko.» Es sei wie eine neue Türe, die aufgemacht werde «und bei der wir nicht genau wissen, was dahinter steckt.»

Eine Ecke für die Studenten

Said Benbrahim ist aber überzeugt, dass das bewährte Subway-Angebot an diesem Standort auf Anklang stossen wird, dass er Passanten und Berufsleute aus den Betrieben in der Nachbarschaft genauso zu seinen Gästen zählen darf wie Pendler, Soldaten, Schüler und Studenten. Speziell für Letztere hat er einen Bereich mit einem langen Tisch sowie mehreren Steckdosen eingerichtet und damit eine gemütliche Umgebung – mit Blick ins Grüne – geschaffen zum Lernen oder Diskutieren. Von seinen eigenen Kindern kenne er die Bedürfnisse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, fügt er an.

Ursprünglich fassten er und seine Frau – «die Idee für das Restaurant kam von ihr» – eine Fläche im Neumarkt in Brugg oder beim Fachhochschul-Campus ins Auge. Wegen des bestehenden Ladenmix winkten die jeweiligen Vermieter allerdings ab. Auf die Räumlichkeiten an der Klosterzelgstrasse seien sie dann im letzten Jahr eher per Zufall gestossen, blickt Benbrahim zurück. «Zusammen mit Subway nahmen wir eine sorgfältige Standort-Analyse vor.» Entscheidend gewesen seien Bereiche wie Frequenz, Konkurrenz oder auch Verkehr. Schliesslich war der Mietvertrag unter Dach und Fach, diesen Sommer begannen die Bautätigkeiten.

Ohne Qualität gehts nicht

Voll des Lobes ist Benbrahim, wenn er auf die Gemeindeverwaltung zu sprechen kommt. Bei Fragen und Unklarheiten habe er stets völlig unkompliziert auf Hilfe zählen dürfen.

Inzwischen entstanden ist – nach den bekannten Vorgaben von Subway – ein grosszügiges, modernes Restaurant mit 44 Plätzen im Innern sowie rund 20 Plätzen im Aussenbereich. Über das Resultat ist Benbrahim sehr glücklich. «Der Raum ist hell und offen, es herrscht eine angenehme Atmosphäre.» Auf die Frage nach seinen Zielen muss der künftige Gastgeber nicht lange überlegen: «Wir wollen die Kunden zufriedenstellen und uns einen guten Namen schaffen. Dafür geben wir alles.» Neben ihm und seiner Frau werden – gerade zu Stosszeiten – weitere Angestellte in einem Teilpensum im Einsatz stehen und bei der Sandwich-Produktion helfen. «Wir gehen davon aus, dass über die Mittagszeit jeweils vier bis fünf Personen anwesend sind.» Das A und O sei die Qualität – «ohne funktioniert es nicht» – sowie eine freundliche und schnelle Bedienung und ein sauberes Lokal, sagt Benbrahim. Nur dann, fährt er fort, sei ein solcher Betrieb rentabel.

Er weiss aus langer Erfahrung, wovon er spricht: Benbrahim ist seit Ende der Achtzigerjahre in der Gastronomie tätig, führte schon eigene Betriebe und wirkte in den letzten zehn Jahren als Restaurant-Manager eines grossen Fastfood-Anbieters.

Said und Zahra Benbrahim, die marokkanischer Herkunft sind, haben ihren Wohnsitz vor kurzem übrigens nach Windisch verlegt, um sich mit vollem Elan ihrem Betrieb widmen zu können. Immer wieder hätten Passanten in den letzten Tagen das Lokal betreten und sich nach der Eröffnung erkundigt, freut sich Benbrahim über die «sehr vielen» Reaktionen. Offenbar entspreche das Angebot einem Bedürfnis, stellt er fest. «Das ist ein beruhigendes Gefühl.»

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