Bezirk Brugg

Sandro Rossi wird neuer Gerichtspräsident und damit Nachfolger von Franziska Roth

Sandro Rossi ist als Gerichtspräsident gewählt worden.

Sandro Rossi ist als Gerichtspräsident gewählt worden.

Bei der Ersatzwahl eines Gerichtspräsidenten in Brugg hat Sandro Rossi (SVP) das Rennen gemacht. Er ist mit 7257 Stimmen gewählt worden. Andreas Wagner (SP) erhielt 5339 Stimmen.

Sandro Rossi (SVP) heisst der neue Gerichtspräsident in Brugg. Er erhielt insgesamt 7257 Stimmen. Auf Andreas Wagner (SP) entfielen 5339 Stimmen. Das absolute Mehr betrug 6312 Stimmen, die Stimmbeteiligung lag bei 41,33 Prozent.

Der 38-jährige Rossi ist Rechtsanwalt und seit dem 1. Januar 2011 leitender Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach. Zuvor war er als ausserordentlicher Staatsanwalt und am Bezirksgericht Bremgarten als Gerichtsschreiber tätig. Mit seiner Familie wohnt er in Brugg. Rossi wird in einem 100-Prozent-Pensum die Nachfolge von Franziska Roth (SVP) antreten, die nach ihrer Wahl in den Regierungsrat per Ende 2016 als Gerichtspräsidentin zurücktrat.

Das Rennen war offen

«Ich freue mich sehr über das Resultat», sagt der frisch gewählte Sandro Rossi am Sonntagmittag gut gelaunt. Worauf der Wahlausgang zurückzuführen ist, sei aber nicht abschliessend zu beurteilen, antwortet er auf die entsprechende Frage. Allzu viele Rückschlüsse könne er noch nicht ziehen. Auch wenn er aus seinem Umfeld im Vorfeld positive Rückmeldungen erhalten habe, sei für ihn als Direktbetroffenen das Rennen bis zuletzt offen gewesen. Er habe bis zum Schluss Wahlkampf betrieben, stellt er fest.

Apropos: Seinem Gegenkandidaten Andreas Wagner und dessen Partei, der SP, windet Rossi ein Kränzchen. Der Wahlkampf sei stets sehr sachlich verlaufen, beide Bewerber hätten sich authentisch präsentieren können und die Stimmberechtigten hätten auf diese Weise eine echte Auswahl gehabt. «Dafür möchte ich danken. Andreas Wagner gratuliere ich zu seinem Resultat.»

Im Moment, blickt Rossi nach vorne, ändere für ihn nichts, er werde wie immer früh am Montagmorgen im Büro sein. Sein neues Amt wird er spätestens am 1. September antreten. Der definitive – allenfalls frühere – Zeitpunkt müsse noch bestimmt werden und sei Gegenstand von anstehenden Gesprächen.

Es sollte nicht sein

Von einem fairen Wahlkampf spricht auch Andreas Wagner. Er macht aber keinen Hehl daraus, dass bei ihm eine gewisse Enttäuschung vorhanden ist. Es seien wohl verschiedene Faktoren, die bei diesem Wahlausgang zusammenspielten. Als ein Grund nennt er den grösseren Bekanntheitsgrad seines Gegenkandidaten mit dessen Funktion als leitender Staatsanwalt. Auch die Ausgangslage und das Wahlprozedere rund um die zwei freien Sitze am Bezirksgericht Brugg seien der SP unter Umständen nicht entgegengekommen, vermutet er. Zur Erinnerung: Für den einen Sitz, das Präsidium 1, stellte sich lediglich Chantale Wilhelm (FDP) zur Verfügung. Sie wurde im April dieses Jahres in stiller Wahl als gewählt erklärt. Die SP entschied indes, für die weitere Stelle anzutreten – für den gleichen Sitz also wie die SVP.

Aber: Das Leben geht weiter, hält Wagner fest. Er werde sich nun auf seine Tätigkeit konzentrieren als selbstständiger Rechtsanwalt und Mediator, sagt der 44-Jährige aus Oberflachs. Und auch wenn es zurzeit nicht geklappt hat mit der Gerichtskarriere: Er sei all jenen dankbar, die ihn unterstützt und gewählt hätten. Sandro Rossi jedenfalls wünsche er viel Glück und Erfolg in seiner neuen Funktion.

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