Sämi Richner aus Auenstein gibt sein Amt als Präsident der EVP des Bezirks Brugg ab. Sein Rücktritt stand – neben den üblichen statutarischen Geschäften – im Zentrum der Generalversammlung im Restaurant Souperbe in Brugg.

Richner war seit 2001 Präsident und hat in diesen 17 Jahren einiges erlebt auf der politischen Bühne. Viele Jahre wirkte er zudem als EVP-Vertreter des Bezirks Brugg im Grossen Rat. Er gebe das Amt ab, führte Richner aus, weil ihn die geplante Erweiterung des Steinbruchs der Jura-Cement-Fabriken in seiner unmittelbaren Nachbarschaft in Auenstein fordern werde. Es gelte, die Interessen der Anwohner im Planungsprozess einzubringen, damit auch die nachfolgenden Generationen einen akzeptablen Lebensraum vorfinden werden.

Richner orientierte die anwesenden Parteimitglieder, dass Susanne Baumgartner, Brugg, sich für eine Kandidatur als Laienrichterin am Bezirksgericht Brugg zur Verfügung stellt, wenn Ernst Beyeler, Oberflachs, altersbedingt 2019 von seinem Richteramt zurücktreten muss. Die Nachfolge für Richner selbst im Amt des Bezirkspräsidenten bleibt vorerst vakant, die übrigen vier Vorstandsmitglieder werden in der nächsten Zeit die Parteigeschäfte führen.

Im zweiten Teil berichtete Sämi Richner von Highlights und schwarzen Tagen aus seiner politischen Karriere, die 1977 mit einer erstmaligen Kandidatur für den Grossen Rat begonnen hatte. Richner lockerte seine Ausführungen mit Chansons von Mani Matter und Jakob Stickelberger auf.

Die Anwesenden konnten mit Schmunzeln zur Kenntnis nehmen, dass Richner mit der heutigen Bundesrätin Doris Leuthard in einer Grossratskommission zusammengearbeitet hatte und dass die Auffahrtsbrücke an den Aargauer Schulen auf einen erfolgreichen Vorstoss von ihm zurückgeht. Ebenfalls zu erfahren war, warum Richner im Grossen Rat praktisch immer frei und schweizerdeutsch gesprochen hat. (az)