Brugg

Rund 40 Freiwillige kränzen für den «Jugendfest(t)raum»

Das Brugger Salzhaus wird für die Kunst-Installation «Jugendfest(t)raum» dekoriert. Unter der Leitung von Barbara Iten helfen rund 40 Freiwillige beim Kränzen.

In der Schulthess-Allee in Brugg stehen Festbänke. Gartenscheren liegen bereit. Rund um die dicken Baumstämme sind Spanngurte geschlungen. Karabinerhaken halten jeweils ein 2,5 Meter langes Seil fest, das auf den Bänken liegt und darauf wartet, zu einem prächtigen Kranz verarbeitet zu werden.

Barbara Iten, ehemalige Schulleiterin des Schulhaus Stapfer, begrüsst rund 40 Freiwillige, die beim Kränzen für die Kunst-Installation «Jugendfest(t)raum» im Salzhaus mitmachen. «Die Durchmischung von Jung und Alt ist einmalig», freut sich Iten. So einmalig, wie jeder Kranz, der unter Anleitung von Regula Ziltener entsteht.

Bei der Arbeit wird in Erinnerungen geschwelgt

Trotz dunkler Regenwolken machen sich am Samstagvormittag an jeder Station zwei bis drei Personen beherzt an die Arbeit. Eine kränzt und dreht hierfür das dicke Seil, fixiert rundum gleichmässig mit einer Schnur Tannenzweig- oder Buchsbaum-Büschel und achtet darauf, dass keine Brüche entstehen. Die anderen beiden schneiden gleich lange Zweige, büscheln diese und reichen sie der Kranzbinderin.

Brugg: Rund 40 Freiwillige kränzen für den «Jugendfest(t)raum»

  

Währenddessen wird überall viel gelacht oder in Erinnerungen geschwelgt. Claudia Piani erklärt strahlend: «Ich bin hier zur Schule gegangen. Das Kränzen war immer das Highlight des ganzen Schuljahrs.» Eine Bank weiter kränzt Stephanie Baumgartner. «Ich wohne seit 30 Jahren in Brugg, bin aber nicht hier zur Schule gegangen. Daher nutze ich jetzt die Chance, auch einmal kränzen zu können», so Baumgartner.

Die in Aarau lebende Madeleine Pauli ist in Brugg aufgewachsen. Lachend bezeichnet sie sich als «Heimweh-Bruggerin» und geniesst die Atmosphäre rund ums Kränzen. Drei Schülerinnen aus der Realschule – Ana, Nuray und Oliwia – hantieren mit Schnur und Schere und freuen sich, miteinander etwas zu machen. Bezirksschullehrerin Regula Ziltener konnte im Vorfeld sogar ihre gesamte Klasse motivieren, mitzuarbeiten.

Ein intensiv duftender Wald entsteht

Nach und nach tragen die Helferinnen und Helfer ihre fertigen Kränze ins Salzhaus. Unter ihnen ist auch Stadtammann Barbara Horlacher. Künstlerin Jacqueline Weiss arrangiert innen bereits unzählige Sträusschen und Kränze und kreiert zusammen mit Susanne Kohler aus Rosen, Kornblumen, Jungfern im Grünen und Schleierkraut einen Blumenhimmel.

Jimmy Schmid hängt mehrere farbenprächtige Laternen auf, verlegt Kabel, schraubt an allen Enden und Ecken und befestigt laufend die intensiv duftenden Kränze. Ein Wald entsteht. Wer in der Büscheliwoche durch ihn hindurchgeht, wird in einen aussergewöhnlichen «Jugendfest(t)raum» eintauchen.

So schön! Der Rutenzug in Brugg im Video

So schön! Der Brugger Rutenzug von 2019 im Video

Festtag in Brugg: Nach den obligaten Böllerschüssen am frühen morgen machten sich die Kinder und Jugendlichen parat und zogen ab 8.45 Uhr zogen sie begleitet von mehreren Musiken durch die Altstadt auf den Freudensteinplatz. Das Highlight der Brugger Jugendfestwoche.

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