Rund 1100 Kubikmeter belastetes Material fallen an

An der Gemeindeversammlung steht Kredit von 740000 Franken für die Sanierung der drei Kugelfänge zur Diskussion.

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Bözberg Die Bleibelastung ist hoch im Boden: Die Stimmberechtigten in Bözberg entschieden über den Kredit von 740000 Franken für die Sanierung der Kugelfänge der 300-Meter- Schiessanlagen Riedmatt in Linn, Engmatte in Gallenkirch sowie Uelbach in Oberbözberg.

Die drei Kugelfänge sind eingetragen im Kataster der belasteten Standorte. Die Flächen liegen in der Landwirtschaftszone. Nach der Sanierung der Kugelfangbereiche sowie dem Rückbau der Scheibenstandanlagen der Schiessanlagen Riedmatt und Engmatte, die bereits seit einiger Zeit stillgelegt sind, können die beiden Standorte uneingeschränkt landwirtschaftlich genutzt werden.

Erwartet werden Beiträge von Bund und Kanton

Die Schiessanlage Uelbach dagegen soll auch weiterhin in Betrieb bleiben. Sanierungsbedarf besteht wegen des Leigruebbachs, der in unmittelbarer Nähe neben dem Kugelfang vorbeifliesst.

Aufgrund der durchgeführten Messungen sowie der ausgewerteten Schadstoffverteilung müssen schätzungsweise insgesamt rund 1100 Kubikmeter belastetes Aushubmaterial abgeführt, gereinigt und deponiert werden, hält der Gemeinderat fest. An den veranschlagten Kosten verbleiben der Gemeinde nach dem Abzug der Beiträge von Bund und Kanton zwischen 278000 und 326000 Franken.

Ehemaliges Gemeindehaus soll saniert werden

Weiter zur Diskussion stehen an der Gemeindeversammlung am kommenden Mittwoch der Kredit von 145000 Franken für den Ersatz der Asylcontainer hinter dem früheren Feuerwehr­magazin Ursprung sowie der Kredit von 265000 Franken für die Sanierung des ehemaligen Gemeindehauses der Gemeinde Unterbözberg. Die Liegenschaft Ursprung 10 wurde im Jahr 1977 erbaut. Die Verwaltung war im Erdgeschoss untergebracht. Im Obergeschoss befinden sich eine 2- und eine 3-Zimmer-Wohnung, die zurzeit vermietet sind. Im Nebengebäude über dem Bauamt im Obergeschoss ist das TW-Zimmer der Schule eingerichtet. Erneuerungsarbeiten müssen gemäss Gemeinderat ausgeführt werden bei Fenstern, Hauseingangstüre und Eingangsbereich sowie an der Fassade.

Zu befinden haben die Bözbergerinnen und Bözberger ebenfalls über den Beitritt zum Jurapark Aargau – der Ortsteil Linn ist bereits seit 2012 Mitglied –, zwei Kreditabrechnungen, vier Einbürgerungen sowie das Budget 2021 mit einem unveränderten Steuerfuss von 96 Prozent. Der Aufwandüberschuss beläuft sich auf voraussichtlich knapp 660000 Franken. Gerechnet wird mit einem Steuerertrag von 4,16 Mio. Franken. Im Vorjahresbudget waren es 4,33 Mio. Franken.

In den kommenden fünf Jahren sieht die Finanzplanung der Gemeinde Bözberg ein Investitionsvolumen von rund 1,7 Mio. Franken vor, führt der Gemeinderat aus. Es handle sich vermehrt um Gemeindebeiträge an die Sanierungen der Kantonsstrassen sowie um Kosten für die Sanierungen von Gemeindestrassen und Renovationen von Gemeindeliegenschaften. Das Nettovermögen wird von rund 4,4 Mio. Franken bis im Jahr 2025 um rund 1 Mio. Franken abnehmen.

Die Rechnung 2019 schloss mit einem Ertragsüberschuss von 523249 Franken ab. Im Budget gerechnet wurde mit einem Aufwandüberschuss von knapp 152000 Franken. (mhu)

Gemeindeversammlung Mittwoch, 25. November, 20 Uhr, Turnhalle Chapf 7.

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