Spende

Rumänische Schulen erhalten Computer aus Lupfig

Marius und Francesca Arsene (Mitte) mit Initiant Stefan Wagner (2. v. l.) erhalten die Computer aus den Händen von Burim Gara (l.) und Roland Michel (r.). IHK

Marius und Francesca Arsene (Mitte) mit Initiant Stefan Wagner (2. v. l.) erhalten die Computer aus den Händen von Burim Gara (l.) und Roland Michel (r.). IHK

Die Firma Hürlimann Informatik hat zehn PCs an den Verein «Fonds Marius Arsene» gespendet. Diese werden in rumänischen Schulen eingesetzt.

«Die zehn Computer und Monitore wurden frisch aufbereitet und können nun in den Schulen eingesetzt werden», sagt Burim Gara, Kundenberater bei der Zufiker Firma Hürlimann Informatik, anlässlich der Übergabe. «Wir sind ein familiäres Unternehmen und möchten uns deshalb engagieren. Das Engagement des Vereins ‹Fonds Marius Arsene› hat mich sehr bewegt», sagt Gara. Marius und Francesca Arsene konnten die Spende selbst entgegennehmen.

Vor dem Lager in Lupfig, wo die gespendeten Kleider, Schuhe oder eben das Unterrichtsmaterial jeweils bis zum Transport nach Rumänien untergebracht werden, warteten sie gemeinsam mit Initiant Stefan Wagner, Windischer Gemeindeschreiber.

Stefan Wagner, der 2012 auf einen Hilferuf von Marius Arsene reagierte und später den Verein «Fonds Marius Arsene» gegründet hatte, erzählt von den prekären, ja unmenschlichen Verhältnissen in Rumänien: «Das grösste Problem in Rumänien ist die Korruption. Die Dörfer werden vom rumänischen Staat vergessen. Das ist schlimmer als in Afrika», sagt Wagner mehrmals. «Die haben nichts: Keine Bücher, Papier oder Hefte», sagt Wagner und spricht damit die Schulen in Lecta Nova an – rund 25 Minuten von Rumäniens Hauptstadt Bukarest entfernt –, in welchen die gespendeten Computer zum Einsatz kommen werden.

Beziehungen spielen lassen

Zur Spende der Zufiker Informatikfirma kam es durch Christian Huber, Gemeindeschreiber in Niederwil: «Er hat vor langer Zeit die Lehre bei mir gemacht», sagt Stefan Wagner. Huber wiederum fragte bei Hürlimann Informatik nach Computern, die gespendet werden können.

Roland Michel, CEO bei Hürlimann Informatik, zeigt sich betroffen: «Als KMU im Kanton Aargau erhalten wir monatlich Spendenanfragen. Hier können wir wirklich etwas auslösen.» Für Marius Arsene und seine Ehefrau Francesca hat sich die Situation dank der Arbeit über den Verein verbessert.

An Francescas Beispiel zeigt Stefan Wagner auf, wo das Problem liegt: «Francesca hat einen Universitätsabschluss, aber keine Chance auf einen Job. Ihr fehlen die Beziehungen.» In Rumänien besuchen viele Kinder nur die Grundschule, da sich die Eltern eine Highschool oder Universität nicht leisten können.

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