Schon als Kind rannte er mit der Trompete in den Hand in den Garten. Ruedi Wüst war und ist - wie man so schön sagt - von diesem Instrument «angefressen». Ihm ist er bis heute verfallen. Kein Wunder, ist er (nicht nur) im Eigenamt als «Trompete Ruedi» bekannt.

Dass er Louis Armstrong bewundert, versteht sich da von selbst. Der Lupfiger Ruedi Wüst ist aber nicht nur als Trompeter, sondern auch als Blasinstrumentenbauer weithin berühmt - und damit auch sein Geschäft in Lupfig.

Jeder kennt es, denn eine ellenlange, gelbe Posaune steht direkt vor dem Eingang. Keiner kann es verfehlen. Aufgesucht haben es viele: Laien und Profis, Kinder und Erwachsene. Aufgesucht haben - Vergangenheitsform? Ja. Denn Ruedi Wüst gibt nach 35 Jahren Ende 2011 sein liebevoll geführtes Geschäft in Lupfig auf.

Nachfolger habe er keine gefunden, sagt er, zudem sei er im Pensionsalter: «Nächstes Jahr werde ich 65.» Nur noch wenige Wochen also, dann heisst es Bye Bye Ruedi Wüst. Von der Lupfiger Bildfläche verschwinden, wird er allerdings nicht. Seiner geliebten Feldmusik will er weiter die Treue halten und organisieren - das kann er nämlich auch - wird er sicherlich noch manches Musikfest. (ef)