Es ist fast wie Kaffeesatzlesen: Wird es 2018 in Brugg wieder ein Stadtfest geben? Niemand kann diese Frage derzeit beantworten. Stadtrat Reto Wettstein sucht seit zwei Monaten Mitglieder, um alle Positionen im Stadtfest-OK zu besetzen. Noch laufen Gespräche mit einem potenziellen Präsidenten, sagt Wettstein auf Anfrage. Spruchreif sei deshalb noch nichts.

Deutlich mehr Festerfahrung hat man in Bruggs deutscher Partnerstadt Rottweil: Dort steigt am 12. und 13. September das 34. Stadtfest. Alle zwei Jahre verwandelt sich die Hauptstrasse innert weniger Stunden in eine attraktive Festmeile.

Hinter dem Schwarzen Tor treffen sich vor allem die jüngeren Gäste und auch rund ums Münster wird an Ständen und auf der Bühne Kulinarisches und Kulturelles geboten.

Mit Raclette Marktlücke gefunden

Zu einem festen Bestandteil des Rottweiler Stadtfests ist auch die Raclette-Beiz des Vereins «Brugger Freunde von Rottweil» geworden. Rund 10 Laibe Raclettekäse und gut 50 Kilo Kartoffeln essen die Gäste in der mit Schweizer Kreuzen und Kantonsfahnen dekorierten Beiz erfahrungsgemäss an einem Festwochenende.

Gründungsmitglied Adi Wegmüller erinnert sich, wie diese Idee im Verein aufkam, und sagt: «Früher gab es bei unseren Auftritten in Rottweil Brot, Käse und Wein. Mit dem Raclette und dem Walliser Wein haben wir nun eine Marktlücke entdeckt.» Der Verein sucht aber noch Helfer. Sei es für die Getränkeausgabe, die Bedienung des Racletteofens, das Vorbereiten der Teller oder das Abwaschen.

«Ideal wären 20 Helfer. Dann bekommen alle noch etwas vom Fest mit und müssen nicht nur arbeiten», sagt Hans Roth, der als OK-Chef fürs Stadtfest zuständig ist. Die Helfer bekommen einen finanziellen Zustupf an die Reise- und Übernachtungsspesen.

Fast noch wichtiger als der Beizenbetrieb ist die Freundschaftspflege. «Die Brugger und die Rottweiler haben eine ähnliche Mentalität. Deshalb verstehen sie sich so gut», sagt Co-Präsident Bruno Huber. Das Trio freut sich über weitere Stadtfestbesucher aus Brugg. Ganz nach dem Motto: «Kommt als Gäste und geht als Freunde!»