Windisch
Römisches Heerlager marschiert Ende Juli in Vindonissa ein

In der jüngeren Vergangenheit kämpften Gladiatoren im Amphitheater Vindonissa; in der Gegenwart kämpfen römische Legionäre gegen Germanen. Am letzten Juli-Wochenende probiert der Legionärspfad einmal mehr etwas Neues aus.

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Römisches Heerlager marschiert in Vindonissa ein

Römisches Heerlager marschiert in Vindonissa ein

Zur Verfügung gestellt

Der Legionärspfad (Museum Aargau) lädt Ende Juli kleine und grosse Zuschauer zu einer kommentierten Schlacht ein. Mehrere Male werden während einer halben Stunde 30 bis 40 Männer auf der grossen Wiese beim Legionärspfad kämpfen: Römische Legionäre, die zu Zeiten des Römischen Reichs als unbesiegbar galten und Germanen (Alamannen), die gefürchtetsten Gegner Roms. Beide Gruppen sind Teil eines Spektakels, bei dem natürlich nicht ein Tröpfchen Blut fliessen wird.

«Wir wollen mit der gespielten Schlacht primär aufzeigen, weshalb die römische Armee als unbesiegbar galt», sagt Rahel Göldi. Die Betriebsleiterin Legionärspfad Windisch erwähnt als entscheidende Erfolgsfaktoren die Bewaffnung und die Kampftechnik der Legionäre, die bestmöglich auf die potenziellen Gegner abgestimmt worden sei. Wirkt die gespielte Schlacht vor allem auf junge Zuschauer nicht zu martialisch? «Nein», sagt Rahel Göldi, «sie wird ja durch Kommentare immer wieder unterbrochen. Das schafft Distanz.»

Römische Legionäre im Wandel

Die kommentierte Schlacht ist sicherlich ein Highlight an einem Wochenende, das vor allem eines verdeutlichen will: Die Wandlung des römischen Legionärs. Im zweitägigen Heerlager – mit 15 bis 20 Zelten – werden zahlreiche römische Nachstellungs-Gruppen (Reenactment) aus Österreich und Deutschland auftreten und mit kommentierten Vorführungen dem Publikum zeigen, wie sich die römische Armee über 400 Jahre, vom 2. Jahrhundert vor bis ins 2. Jahrhundert nach Christus, verändert hat. (EF.)

Römisches Heerlager 28./29. Juli, 10–17 Uhr im Legionärspfad Windisch. An beiden Tage kommentierte Schlacht zwischen Legionären und Germanen um 11 und 14 Uhr; www.legionaerspfad.ch

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