Brugg
Rohrbrücke soll repariert und gestrichen werden

Der Brugger Einwohnerrat soll 534000 Franken bewilligen – der Stadtrat bezeichnet den Sanierungszeitpunkt als optimal.

Marc Reinhard
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Die Rohrhängebrücke Aufeld ist zwar einwandfrei funktionstüchtig, für eine prophylaktische Sanierung ist der Zeitpunkt jetzt aber ideal.

Die Rohrhängebrücke Aufeld ist zwar einwandfrei funktionstüchtig, für eine prophylaktische Sanierung ist der Zeitpunkt jetzt aber ideal.

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Von den 534 000 Franken, die das Unterfangen kosten soll, sind 500 000 Franken bereits im Finanzplan 2013 der Stadt vorgesehen. Vorhaben und Zeitpunkt sind also im Parlament bekannt. Und der Kontobestand der Spezialfinanzierung betrug per Ende Dezember 2011 bereits 11,7 Millionen Franken. Da die Rohrhängebrücke Aufeld also über Erneuerungsgebühren finanziert werden würde, kann sich der Stadtrat der Zustimmung des Einwohnerrats einigermassen sicher sein. Der Antrag lautet, für die Sanierung der Rohrhängebrücke Aufeld einen Kredit über 534 000 Franken zu bewilligen.
Für den Transport des Abwassers aus dem gesamten Siedlungsraum links der Aare wurde 1972 eine Rohrhängebrücke mit 120 Metern Länge und 80 Metern Spannweite gebaut. Die feuerverzinkte Stahlkonstruktion, die an Stahlseilen aufgehängt ist, führt aber auch Erdgas- und Elektroleitungen über dem Fluss. Fussgänger und Velofahrer nutzen die Brücke ausserdem gern und oft, um den Fluss zu überqueren.
Die Absicht, die Brücke einer Sanierung zu unterziehen, werde seit einigen Jahren bereits erwogen, schreibt der Stadtrat in seiner Vorlage. Heute nun sei der optimale Zeitpunkt gekommen. Die Zinkschicht sei angegriffen. Warte man zu, löse sich diese vollständig auf, was zur Folge hätte, dass der Korrosionsschutz vollständig neu aufgebaut werden müsste. Die Spezialisten, die im Auftrag des Stadtrats einen Prüfbericht erstellt haben, attestieren der Brücke einen Zustand, der die Sanierung zu vergleichsweise geringen Kosten erlauben würde. Es geht um den Werterhalt: Je länger man zuwartet, desto teurer werden die Massnahmen.
Rostschutz wird erneuert
Werden die Arbeiten gemäss Vorlage ausgeführt, ist die Lebensdauer des gesamten Bauwerks für die nächsten 30 Jahre gewährleistet. Der durch Witterungseinflüsse abgenutzte Korrosionsschutz wird komplett erneuert. Schraubenverbindungen werden überprüft, abgebrochene Schrauben ersetzt, wo möglich sogar durch Schweissnähte. Die Leitungen, im Eigentum der Erdgas Zürich AG und der IBB Gruppe, werden äusserlich zwar in die Rostschutz-Erneuerung einbezogen, zeigen sich aber von innen weitgehend in gutem Zustand. Das haben Kanalfernseh-Roboter herausgefunden. Auch die Beton-Fundamente, auf denen die Tragkonstruktionen für die Stahlseile stehen, kommen ohne Sanierung aus.
Sagt der Einwohnerrat am Freitagabend ja zur Sanierung der Rohrhängebrücke, wird der Projektstart auf Frühjahr 2013 angesetzt. Dann muss die Brücke für die Öffentlichkeit gesperrt werden. Wann und wie lange diese Sperrung erfolgt, darüber werden die Benutzer mit Plakaten vor Ort und Inseraten in den Medien informiert.
Einwohnerratssitzung Freitag, 7. September 2012, 19.30 Uhr Rathaussaal Brugg