Brugg
Rohbau steht in ganzer Grösse mit einem Vorsprung im Terminplan

Projekt «Akkord» kommt voran – Innenausbau des neuen Pflegetrakts wird angepackt

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Neuer Pflegetrakt an der Fröhlichstrasse: Der Rohbau ist gegenüber dem Terminplan mit einem Vorsprung vollendet worden. mhu

Neuer Pflegetrakt an der Fröhlichstrasse: Der Rohbau ist gegenüber dem Terminplan mit einem Vorsprung vollendet worden. mhu

Michael Hunziker

Der Rohbau ist vollendet, die Konturen des imposanten neuen Pflegetrakts an der Fröhlichstrasse in Brugg sind in der ganzen Grösse sichtbar. Mit dem Projekt «Akkord» entstehen 104 Betten, ein modernes Restaurant sowie eine Demenzabteilung mit weiteren 26 Betten und einem Garten.

Noch Anfang Jahr war es eine Baugrube von beachtlichen Ausmassen. Mit bemerkenswerter Geschwindigkeit wuchs der Neubau in der Folge Stockwerk für Stockwerk in die Höhe. Zufrieden mit dem Verlauf ist Hans Bürge, Geschäftsleiter der Stiftung Gesundheit Region Brugg, die für das Vorhaben verantwortlich zeichnet. Die Arbeiten seien mit einem Vorsprung von rund zehn Tagen gegenüber der Planung abgeschlossen worden. «Wir konnten sämtliche Termine perfekt einhalten», stellt Bürge fest. Bei einem Projekt in dieser Grössenordnung keine Selbstverständlichkeit. Gleiches gelte für die Kosten. «Wir sind im Rahmen.» Die Werkverträge für rund 70 Prozent des gesamten Bauvolumens seien unter Dach und Fach.

Musterzimmer wird eingerichtet

Einerseits hätten die beteiligten Planungs- und Baufirmen – die meisten stammen aus der Region – hervorragende und ausnahmslos qualitativ hochstehende Arbeit geleistet, führt Bürge aus. «Ihnen muss man ein Kränzchen winden.» Andererseits habe das Wetter mitgespielt, Unterbrüche seien keine zu verzeichnen gewesen. Einen Zwischenfall gab es aber im April: Es kam es zu einem tragischen Unfall. Trotz Sicherungsmassnahmen – die abgesprochen und von der Polizei kontrolliert und genehmigt worden waren – wurde ein Senior bei der Baustellen-Ausfahrt von einem Lastwagen überrollt. Der Mann starb auf der Unfallstelle.

Die engen Platzverhältnisse seien auch bei den kommenden Arbeiten eine Herausforderung. Der Anlieferungssituation sowie dem Thema Sicherheit werde grösste Beachtung geschenkt, sagt Bürge. Allerdings: «Leider werden die angebrachten Absperrungen, Markierungen und Signalisationen durch Passanten immer wieder missachtet.»

In diesen Tagen sind auf der Westseite die Fassadenelemente mit den eingebauten Fenstern montiert worden. Für die kalte Jahreszeit wird das Gebäude für den Innenausbau geschlossen sein. An der Arbeit sind Installateure, Gipser und Maler. In den nächsten Wochen, fährt Bürge fort, kann ein Musterzimmer eingerichtet werden. Das Pflegepersonal wird die Möglichkeit haben, dieses zu begutachten. «Ziel ist es, die Bewohnerzimmer vor der Seriefertigung noch zu optimieren.»

Nicht nur Freude bei Nachbarn

Bereits im April des kommenden Jahres wird das neue, moderne Restaurant eröffnen, im Herbst sollen die Betten belegt werden. Der Zeitplan sei sportlich, räumt Bürge ein. Mit grösseren Überraschungen rechnet er indes nicht. «Dem Bezug sollte nichts mehr im Wege stehen.» Eine spezielle Aufgabe werde sein, die zentrale Wärmepumpenanlage zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Eine Besonderheit in den Bewohnerzimmern sei überdies der Einbau der Nasszellen mit Dusche und WC. Diese werden fixfertig geliefert, mit dem Kran über eine Öffnung in der Ostfassade ins Gebäude gehievt und dann verteilt. Bei über 100 Stück ein nicht ganz einfaches Unterfangen.

Die Rohbauphase habe für die Anwohner eine grosse Belastung dargestellt, auch die Parkplatzsituation habe für Diskussionen gesorgt, ist sich Bürge bewusst. «Selbstverständlich herrscht nicht bei allen eitel Freude.» Bedauerlicherweise seien durch nicht angemeldete Warenanlieferungen in Einzelfällen die Ruhezeiten verletzt worden – obwohl die Bauleitung viel Wert auf Rücksichtnahme lege. Insgesamt aber sei der Umgang unproblematisch und angenehm. «Den Bauleuten wird im Grossen und Ganzen Verständnis und Nachsicht entgegengebracht.» Gut sei das Klima ebenfalls zwischen den vielen eingebundenen Behörden, fasst Bürge zusammen. «Bei Problemen können stets Lösungen gefunden werden. Das macht Freude.»

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