Hüfingen (D)

Römerfest: Vindonissa trumpft in Deutschland auf

Wer will, kann sich wie ein richtiger römischer Soldat einkleiden lassen.nn

Wer will, kann sich wie ein richtiger römischer Soldat einkleiden lassen.nn

«Baden-Württemberg macht Geschichte» – so lautete das Motto des grossen Römerfestes in Hüfingen (D) nahe Donaueschingen. Der erste gemeinsame Auftritt der Vindonissa-Institutionen im Ausland war ein voller Erfolg.

Die Hauptattraktionen steuerte die «Marke Vindonissa» bei – qualitativ wie quantitativ. Denn eine ganze Reihe von hiesigen Institutionen waren mit Aktivitäten vertreten und stiessen auf grosses Interesse. Gleich nach dem Eingang zum Gelände gelangte man durch den spektakulären, neu erbauten Aquäduktbogen auf Windischer und Brugger Boden. Die Kinder konnten am Stand des Vindonissa-Museums einen Legionärshelm basteln, am Stand des Legionärspfades einen Legionärsgürtel und ein Schwert, worauf sie als frischgebackene Legionäre von dannen zogen.

Oder aber sie liessen sich von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums Aargau mit «echter» Legionärsausrüstung einkleiden: mit dem schweren Schienenpanzer, dem Helm und Schwert, was für die Eltern wunderschöne Fotosujets hergab.

Römerhandwerk aus Vindonissa

Der Windischer Gemeindeammann Hanspeter Scheiwiler, ebenfalls römisch gewandet, vertrat Brugg Regio und deckte die Besucherinnen und Besucher mit Infos zu unsern Sehenswürdigkeiten ein, während man bei Bruno Hartmann den Vindonissa-Wein verköstigen konnte. Wie Rahel Göldi vom Legionärspfad gegenüber der az Aargauer Zeitung ausführte, habe man gerne die Gelegenheit wahrgenommen, daselbst Interesse für Vindonissa zu wecken, zumal die Distanz zwischen den beiden Orten recht klein sei. Die Organisatoren erwarteten am Römerfest zwischen 6000 und 8000 Besucher.

Einen weitern Schwerpunkt auf dem Gelände setzten die Cives Rauraci et Vicani Vindonissenses, die Vereinigung für experimentelle Archäologie. Sie hatte fünf prächtig dekorierte und bestückte Stände zu einer attraktiven Handwerkerstrasse verbunden; hier zeigten die Mitglieder Fertigkeiten wie Brettchenweben, Freskenmalerei, die Öllämpchen-Herstellung und die kunstvolle Gestaltung römischer Frisuren. Ebenfalls angegliedert war eine römische Küche, welche feine Häppchen zum Degustieren abgab. Selbstverständlich lockten auch zahlreiche weitere Stände rundum zum Besuch.

Auch Kelten und Alemannen dabei

Gladiatorenkämpfe und Legionärsauftritte sowie Führungen zur römischen Badruine – eine der besterhaltenen nördlich der Alpen – gehörten ebenfalls zum Programm. Und da Hüfingen geschichtlich nicht nur römisch geprägt ist, machten auch Kelten und Alemannen ihre Aufwartung.

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