Mönthal/Sulz

Risse in der Linkskurve – an der Ampfernstrasse wird wieder gebaut

Die Ampfernstrasse wurde vor vier Jahren saniert.

Die Ampfernstrasse wurde vor vier Jahren saniert.

An der Ampfernstrasse zwischen Mönthal und Sulz, die 2016 saniert wurde, sind wieder Bauarbeiten im Gang. Konkret ist eine sogenannte Vernagelung ausgeführt worden.

Vor vier Jahren ist die Ampfernstrasse erneuert, verstärkt und verbreitert worden. In der scharfen, steilen Linkskurve ausgangs Mönthal sind derzeit Bauarbeiten im Gang. Aufmerksame Verkehrsteilnehmer fragen sich, ob bereits Nachbesserungen vorgenommen werden müssen.

Tatsächlich sind Bankettsicherungsmassnahmen erforderlich, bestätigt Fabian Gasser, Projektleiter beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). Zwar sei erst wenig Zeit vergangen seit der Sanierung, räumt er ein. Allerdings hätten sich Risse gebildet im Bereich der Linkskurve. Erst bestand die Vermutung, es handle sich um einen Baumangel. «Dem ist aber nicht so», stellt Gasser fest. Die Untersuchungen durch den beigezogenen Geologen sorgten für Klarheit und zeigten, dass im Untergrund zwei unterschiedliche Schichten bestehen, die sich überlagern. Dieses spezielle – instabile – Gefüge, das sich durch die Bauarbeiten im 2016 vielleicht sogar noch zusätzlich verändert habe, sei damals nicht im ganzen Ausmass entdeckt worden, erklärt Gasser.

Pfähle verleihen der Strasse die gewünschte Stabilität

Es gelte nun, zu verhindern, dass sich die Risse vergrössern und Folgeschäden entstehen, beispielsweise durch Schmelzwasser, das im Winter gefriert, fährt der Projektleiter fort. Mitte September haben die Arbeiten begonnen auf dem rund 100 Meter langen Abschnitt. Konkret ist eine sogenannte Vernagelung ausgeführt worden: Es wurden Pfähle mehrere Meter tief vertikal in den Boden und schräg in den Hang getrieben. Sie verleihen dem Strassenoberbau nun die gewünschte Stabilität. Es handle sich um ein bewährtes Verfahren, antwortet Gasser auf die Frage nach den Herausforderungen. Aktuell laufen die Arbeiten am Betonkopfriegel, in der Folge kann das Augenmerk auf den Strassenkoffer und den Einbau des Strassenbelags gerichtet werden.

Kanton übernimmt Kosten von rund 300'000 Franken

Spielt das Wetter mit, werden die Tätigkeiten Ende Oktober oder Anfang November abgeschlossen. Bis dahin wird der Verkehr einspurig geführt und mit einem Lichtsignal geregelt. Die Markierung erfolgt je nach Witterung zu einem späteren Zeitpunkt. Auch die geschützte Hecke, die wegen der Tätigkeiten entfernt werden musste, kann laut Gasser eventuell erst im kommenden Frühling ersetzt werden. Optisch werde das Bild künftig das Gleiche sein, bei der Struktur und beim Pflanzenmix seien aber Anpassungen möglich.

Strasse wurde für erhöhte Verkehrssicherheit ausgebaut

Bei einem Strassenbauvorhaben im Ausserortsbereich gehen die Kosten grundsätzlich zu Lasten des Kantons, sagt Gasser auf Nachfrage zur Finanzierung. Und weil hier kein Garantiefall vorliege, werde der Kanton den vollen Betrag von voraussichtlich rund 300'000 Franken tragen.

Rückblick: 2016 musste der Belag der Kantonsstrasse zwischen Mönthal und Sulz erneuert werden, weil er seine Lebensdauer erreicht hatte. Bei den Arbeiten wurde die Strasse einheitlich auf eine Breite von sechs Metern ausgebaut, um die Verkehrssicherheit – auch in den bis anhin engen Kurven – deutlich zu erhöhen. Nebst Sicker­leitungen wurden gleichzeitig Rohre für die Werkleitungen verlegt. Auf Sulzer Seite war unter anderem auch eine Stützmauer notwendig.

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