Riniken
Riniker wollen selbstständig bleiben: Falls Fusion, dann mit Stadt Brugg

Der Bevölkerung von Riniken den Puls fühlen: Das war das Ziel einer Umfrage, die von der FDP Riniken durchgeführt wurde. Mit 80 retournierten Fragebögen zu Themen Fusion, Finanzen ist das Echo auf diese Initiative laut Partei «mehr als erfreulich».

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Rinken soll keine Schlafgemeinde werden.

Rinken soll keine Schlafgemeinde werden.

LP

«Die Auswertung der Umfrage zeigt, dass es der Bevölkerung in Riniken gefällt», stellt die FDP fest. Die allgemeine Lebensqualität wurde als sehr hoch beurteilt. Überdurchschnittlich schnitt auch die Schule ab. Das Engagement der Lehrkräfte und der Schulleitung wird von der Bevölkerung geschätzt.

Unterdurchschnittlich war dagegen die Zufriedenheit insbesondere mit dem Steueramt sowie dem öffentlichen Verkehr. «Beim Steueramt wird vor allem der Standort und der Service als mangelhaft empfunden», führt die FDP aus. «Beim öffentlichen Verkehr wird von vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Umfrage ein durchgängiger Halbstundentakt gewünscht.» Allerdings: «Ohne zusätzliche finanzielle Beiträge der Gemeinde Riniken wird sich dieser Wunsch jedoch nicht erfüllen lassen.»

Wenn schon, dann mit Brugg

Bei der Frage, wie die Bevölkerung die Zukunft der Gemeinde Riniken sieht, wünscht eine knappe Mehrheit die Beibehaltung der politischen Eigenständigkeit und erteilt Fusionsdiskussionen eine Absage. Im Fall einer möglichen Fusion mit einer Nachbargemeinde favorisieren drei Viertel aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Stadt Brugg als Partnerin.

In einigen Fragebögen wurde jedoch vermerkt, die Eigenständigkeit der Gemeinde Riniken werde nur so lange möglich sein, als sich genügend kompetente Bürgerinnen und Bürger finden lassen, die ein Behördenamt übernehmen. Sollte dies nicht mehr gewährleistet sein, werde eine Fusion unausweichlich sein. Da recht viele Dienstleistungen bereits ausgelagert seien, müssten die Gemeindebehörden die positiven und negativen Punkte einer Fusion rechtzeitig bearbeiten und abwägen.

Keine Schlafgemeinde werden

Die FDP Riniken ist zufrieden über das Interesse und die Mitarbeit der Bevölkerung bei dieser Umfrage. Gefreut hat sie sich auch über eine offizielle Stellungnahme der SVP Riniken. Darin betont diese, die laufenden Ausgaben und Investitionen seien so zu planen, dass der Steuerfuss mindestens gehalten werden könne.

Die FDP nimmt diese Stellungnahme «mit Genugtuung zur Kenntnis» und bedankt sich für die «politische Unterstützung für gesunde Finanzen und einen attraktiven Steuerfuss». Denn: «Die Gemeinde Riniken soll in Zukunft attraktiv bleiben, damit auch in Zukunft gerne hier gewohnt und gelebt werden kann», hält die FDP fest. «Riniken darf keine Schlafgemeinde werden!» (AZ)

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