Riniken
Die Gemeinde muss ihr Bauamt- und Dorfladenprojekt begraben

Um die Parkplatz-Problematik zu lösen, wäre eine Dienstbarkeit zu Lasten der Nachbarparzelle nötig gewesen. Da diese dem Gemeinderat nicht zugesichert wurde, kann das Bauamt die Scheune im Märkihaus nicht wie vorgesehen Ende 2022 verlassen. Vom gesprochenen Projektierungskredit wird ein Teil ohne sichtbaren Erfolg ausgegeben.

Claudia Meier
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Das SVLT-Gebäude (rechts käme der Laden hin) in Riniken.

Das SVLT-Gebäude (rechts käme der Laden hin) in Riniken.

Bild: Louis Probst
(25. Mai 2021)

An der Ausserdorfstrasse 31 in Riniken plante die Gemeinde den Kauf des Erdgeschosses im Gebäude des Schweizerischen Verbands für Landtechnik (SVLT). Dort sollten das kommunale Bauamt und der Volg-Laden untergebracht werden. An der Sommergmeind im Juni hiess das Stimmvolk einen entsprechenden Projektierungskredit in der Höhe von 50'000 Franken gut. Der Gemeinderat erhielt gleichzeitig den Auftrag, die Parkplatzsituation detaillierter abzuklären.

Das ist in der Zwischenzeit unter Einbezug von Verkehrsplanern und Architekten passiert. Aus Sicht der Gemeinde zeichnete sich eine gangbare Variante ab. Dabei hätte jedoch zwingend eine Dienstbarkeit zu Lasten der Nachbarparzelle Nr. 202 eingeholt werden müssen. In der neusten Mitteilung der Gemeinde Riniken heisst es:

«Leider wurde dem Gemeinderat diese Dienstbarkeit für das Überfahren der Parzelle Nr. 202 nicht zugesichert.»

Mit anderen Worten: Die Parkplatz-Problematik kann nicht gelöst werden.

Das Bauamt kann nicht vom Märkihaus entkoppelt werden

«Der Gemeinderat hat von dieser Absage enttäuscht Kenntnis nehmen müssen, da ein zukunftsorientiertes Projekt abgeschrieben werden muss beziehungsweise nicht weiterverfolgt werden kann», hält die Behörde fest. Auf Nachfrage sagt Gemeindeammann Ueli Müller, dass vom gutgeheissenen Projektierungskredit ein kleiner Teil für die Abklärungen der Erschliessung beansprucht wurde.

Er bedauert, dass für die Überfahrt von etwa 5 Metern keine einvernehmliche Lösung gefunden werden konnte. Wie es mit dem Dorfladen weitergeht, weiss Müller nicht. Nur so viel: Das Interesse von Volg für einen Standortwechsel sei gross gewesen.

Märkihaus mit Bauamtsmagazin in der Scheune in Riniken.

Märkihaus mit Bauamtsmagazin in der Scheune in Riniken.

Bild: Louis Probst
(25. Mai 2021)

Ziel des Projekts für den Erwerb und Umbau des Erdgeschosses im SVLT-Gebäudes war es, einerseits das Märkihaus vom Bauamt zu entkoppeln und andererseits den Dorfladen mittel- bis langfristig zu erhalten. Mit dem Dorfladen an besserer Lage hätte die Gemeinde Mietzinseinnahmen generiert.

Das Märkihaus neben dem Gemeindehaus hätte sie verkaufen können. Um über die Liegenschaft zu entscheiden, setzte die Gemeinde 2019 eine Arbeitsgruppe ein. Nun muss über die zukünftige Nutzung des Märkihauses neu befunden werden. Laut Müller ist unklar, ob die Behörde das Thema in der auslaufenden oder neuen Amtsperiode wieder aufnehmen wird. Er hält fest:

«Vorläufig gilt für das Bauamt der Ist-Zustand. So lange bleibt auch das Märkihaus bei der Gemeinde.»

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