Mülligen
Reussdorf hat genug vom Dreck, den Argoviafäscht-Besucher hinterlassen

Gäste des Argoviafäschts verunstalten auf ihrem Hin- und Rückweg jedes Jahr das Gemeindegebiet in Mülligen. Dessen Behörde hat nun genug: Sie will ein Depot von 1000 Franken einbehalten. Und sie hofft auf eine Änderung fürs nächste Jahr.

Janine Müller
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Die Gemeinde Mülligen leidet nach dem Argovia-Fäscht häufig unter dem Dreck, den die Besucher auf dem Hin- oder Rückweg hinterlassen.

Die Gemeinde Mülligen leidet nach dem Argovia-Fäscht häufig unter dem Dreck, den die Besucher auf dem Hin- oder Rückweg hinterlassen.

Andre Albrecht

Zersplitterte Glasflaschen, ausgerissene Weidezäune, beschädigte Pflanzkübel und ein abgedeckter Schacht: Die Mülliger haben genug von den Hinterlassenschaften des Partyvolks des Argovia-Fäschts.

Die Besucher gehen häufig von der Bushaltestelle der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen in Birmenstorf zu Fuss ins Birrfeld und konsumieren unterwegs Getränke, die sie später nicht aufs Festgelände nehmen dürfen.

Jedes Jahr müssen die Anwohner Littering und Beschädigungen in Kauf nehmen. «Ein abgedeckter Schacht ist zudem enorm gefährlich», ergänzt Gemeindeschreiber Hans Peter Meier in Mülligen.

Private müssen sich selber wehren

Gemeindevertreter, in diesem Jahr der Schulhausabwart, räumen am frühen Sonntagmorgen die Sauerei auf. Vor einigen Jahren stellte die Gemeinde dem Veranstalter Radio Argovia erstmals eine Rechnung – dieses lehnte die Bezahlung ab.

In der Folge verband die Behörde die Bewilligung zum Benutzen der Gemeindewege mit einer Gegenforderung: 1000 Franken Depot muss Radio Argovia Mülligen überweisen, bevor die Bewilligung ausgesprochen wird.

Diese 1000 Franken bleiben heuer im Kässeli der Gemeinde. Private, die ebenfalls durch Beschädigungen betroffen sind, müssen sich selber wehren.

«Die Gemeinde hat in einem Brief an die Veranstalter der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass künftig solche Aufräumaktionen durch die Veranstalter organisiert werden», heisst es im Mitteilungsblatt von Mülligen. Die Verantwortlichen von Radio Argovia waren heute für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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