Brugg/Baden

Rettungsschwimmer von der SLRG-Sektion Baden-Brugg gewinnt in Italien zehn EM-Medaillen

Am Strand von Riccione in Italien gewann Michael Beck sechs von zehn EM-Medaillen.

Am Strand von Riccione in Italien gewann Michael Beck sechs von zehn EM-Medaillen.

Der 36-jährige Michael Beck hat an den «Lifesaving European Championships» abgeräumt.

Während vier Tagen zeigte Rettungsschwimmer Michael Beck Höchstleistungen und gewann total zehn Medaillen in Disziplinen im Pool, Sand und Meer. Der 36-Jährige von der SLRG Sektion Baden-Brugg ist an den «Lifesaving European Championships» in Riccione (Italien) gestartet.

Es waren die ersten Europameisterschaften des Badeners, nachdem er bereits an zwei Weltmeisterschaften im Rettungssport teilgenommen hatte.

Rettungsschwimmen ist sehr vielfältig. So begannen die Europameisterschaften im Pool. Bereits am ersten Tag überschlugen sich die Erfolgsmeldungen aus Italien. In einem packenden Final gewann Michael Beck mit seinem Teamkollegen der SLRG Sektion Wädenswil die Silbermedaille im «Line Throw» in der Alterskategorie 35 bis 39. Die Medaillensammlung ging mit Bronze in der Gurtretter-, Hindernis- und Puppenstaffel weiter.

Aargauer gewinnt zehn Medaillen an Rettungsschwimmer-EM

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Michael Beck ist einer der besten Rettungssportler Europas. An der Europameisterschaft im Rettungsschwimmen hat der Badener ganze zehn Medaillen gewonnen.

Rettungssport simuliert den Ernstfall

Nach eineinhalb Tagen im Pool gingen die Europameisterschaften am Sandstrand von Riccione weiter. Dort gewann Michael Beck Silber im «Beach Sprint» sowie Bronze im «Beach Relay» (Staffellauf im Sand) und im «Beach Run» über zwei Kilometer. Auch in den Disziplinen im Meer gewann er Medaillen.

Nach Silber im «Board Race» und Bronze in der «Board Relay»-Staffel sicherte er sich zum Schluss seine zehnte Medaille mit dem dritten Platz in der Königsdisziplin «Oceanman».

Bei sämtlichen Disziplinen verwenden die Rettungsschwimmer Hilfsgeräte. So wird in der Disziplin «Line Throw» zuerst ein Seil aufgenommen, der zu rettenden Person («Rettling») zugeworfen und dann diese zurückgezogen. Diese Technik eignet sich gut, um beispielsweise jemanden aus dem Fluss zu retten.

An der EM starten die Athleten in verschiedenen Einzel- und Team-Disziplinen. Da Rettungsschwimmer vor allem am Meer arbeiten, ist das Rennen im Sand entscheidend, um schnell im Wasser zu sein.

Daher gehören auch Beach-Disziplinen im Rettungssport zum Wettkampf. Im Meer verwenden die Rettungsschwimmer zudem Hilfsmittel wie Board und Surfski.

In diesen Tagen startet die Schweizer Nationalmannschaft an den Europameisterschaften in Riccione. In der Schweizer Jugend-Nationalmannschaft starten auch zwei junge Athleten der örtlichen Sektion «SLRG Baden-Brugg». (az)

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