«Mini Schwiiz, dini Schwiiz»
Remigen steht bei SRF-Sendung im Rampenlicht

Der Winzer Bruno Hartmann verrät, was die Sendung «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» am 14. Dezember vom Rebbaudorf zeigen wird.

Maja Reznicek
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Die Weinkultur spielt in der SRF-Sendung über Remigen eine zentrale Rolle.

Die Weinkultur spielt in der SRF-Sendung über Remigen eine zentrale Rolle.

Zur Verfügung gestellt

Dass sich Remigen für das bekannte SRF-Format eignet, daran hatte Bruno Hartmann nie Zweifel. «Die Gemeinde bietet so viele tolle Sachen, das muss man zeigen», erklärt er. Vor rund 30 Jahren übernahm der Winzer an der Rinikerstrasse 8 den elterlichen Hof und baute ein Weingut auf.

Heute keltert Hartmann 22 Weinsorten, zählt zu den «Vindonissa-Winzern», die das Wissen rund um die antike Weingewinnung pflegen. Sein Einsatz für dieses Remiger Kulturgut sei mit ein Grund gewesen, warum er sich vor eineinhalb Jahren bei «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» meldete.

Zuschauer tauchen in die Geschichte der Region ein

Mitte Dezember stellen in der Sendung fünf Aargauerinnen und Aargauer ihre Gemeinde vor. Für die Präsentation vergeben jeweils die anderen Teilnehmer Punkte, am Schluss wird ein Wochensieger gekürt. Der 61-jährige Winzer sagt: «Ich sah mir ähnliche Formate wie ‹Landfrauenküche› an. Mir gefiel der Gedanke, meine Heimat mit meinen persönlichen Eindrücken zu zeigen.»

Für die Folge am 14. Dezember stellte Hartmann darum ein persönliches Programm zusammen. Insbesondere die Weinkultur sei ein Thema. «Remigen gehört zu den 65. Winzerdörfern des Aargaus und hat mit seinem Römerrebberg eine spannende Vergangenheit.» Diese wollte der Winzer erlebbar machen. Die Zuschauer tauchen nicht nur in die Geschichte der Region ein, sondern beobachten auch die Degustation von waschechtem Römerwein.

«Meine Gäste mussten unter anderem herausfinden, welcher Tropfen gewürzt und welcher mit Wasser vermischt ist. Die Römer machten damals Sachen, die wir heute so nicht mehr dürfen.» Daneben zeigt Bruno Hartmann auch die Kirche Remigen. Sie sei ein Kraftort und mit ihrer Lage etwas ganz Besonderes. «Sie steht zwischen dem Dorf und unterhalb vom Rebberg. Eigen ist, dass die Turmuhr nur einen Stundenzeiger hat.»

Die Dreharbeiten waren nicht die eigentliche Arbeit

Einen ganzen Tag dauerten die Dreharbeiten am Jura-Südfuss. Nervös ist Bruno Hartmann nicht gewesen: «Durch die Führungen, die ich auf meinem Weingut mache, stehe ich viel in der Öffentlichkeit.» Die eigentliche Arbeit leistete der Winzer vor den Aufnahmen. «Bei der Anmeldung gab es zuerst ein Telefoncasting, dann ein Videocasting und schliesslich wieder ein Telefoncasting.»

Als Hartmann endlich aufgenommen war, sollten die Dreharbeiten zuerst im Frühling 2020 stattfinden. «Die Rebberge treiben dann aber erst aus und es gibt nicht viel zu sehen», sagt der Winzer. Man verschob den Sendetermin auf den Herbst, die Aufnahmen entstanden im Sommer. Dafür galt es ein Drehbuch für die eigene Folge der Sendung zu schreiben. Die Woche vor dem Drehtermin war Bruno Hartmann zu 100 Prozent mit den Vorbereitungen beschäftigt. «Ich war danach froh, dass es vorbei war. Man macht so etwas nicht oft im Leben.»

Da im August gedreht wurde, weiss der Remiger schon, ob er oder einer der Teilnehmer aus Baden, Spreitenbach, Kölliken oder Biberstein den Wochensieg der Sendung errungen hat. Genaueres möchte er nicht verraten. Hartmann habe auf jeden Fall bei jedem Ort viele Punkte geben können. «Natürlich ist es Ansichtssache, aber ich fand alle Führungen gut. Überall stand der Mensch im Mittelpunkt. Das war für mich das Wichtigste.»

Sendezeit

«Mini Schwiiz, dini Schwiiz» im Aargau: 14. bis 18. Dezember, SRF 1, 18.15 bis 18.40 Uhr.