Hausen/Lupfig

Reichholdareal wird von der Brache zum Arbeitsquartier

Das 75'000 Quadratmeter grosse Reichholdareal aus der Vogelperspektive. (Archiv)

Das 75'000 Quadratmeter grosse Reichholdareal aus der Vogelperspektive. (Archiv)

Auf der rund 75000 Quadratmeter grossen Fläche des Reichholdareals in Hausen und Lupfig sollen etappenweise Hallen und Bürogebäude entstehen.

Neues Leben soll einkehren auf einer der grössten Industriebrachen im Aargau: Für das rund 75 000 Quadratmeter grosse Reichholdareal zwischen Hausen und Lupfig werden derzeit die planerischen Weichen gestellt, damit Hallen und Bürogebäude realisiert, damit sich Firmen ansiedeln können. Sabina Erny, Projektleiterin Standortentwicklung beim Kanton, sagt dazu: «Das Reichholdareal ist ein sehr gutes Beispiel für die Nutzung von Brachen.»

Das Gelände der früheren Reichhold Chemie ganz in der Nähe des Autobahndreiecks A1 und A3 ist heute zum grössten Teil im Besitz der Hiag Immobilien AG mit Sitz in Basel. Diese will das Areal langfristig vermieten und laut Erny «in einem kooperativen Prozess mit den Gemeinden, anderen Eigentümern, dem Kanton und der Bevölkerung entwickeln».

Nur zwei Mitwirkungsbeiträge

Bis 2030 soll etappenweise ein gemischt genutztes Arbeitsquartier entstehen. In einem Masterplan sind die Rahmenbedingungen dafür festgehalten. Geregelt sind unter anderem übergeordnete Themen wie Erschliessung, Verkehr oder Grünflächen. Im Sommer dieses Jahres fand das Mitwirkungsverfahren statt (die az berichtete). In Hausen seien keine Beiträge eingegangen, in Lupfig zwei, sagt Alex Römer, Arealentwickler bei der Hiag Immobilien. «Beide Beiträge betrafen Punkte, die nicht Bestandteil des Masterplans sind – daher haben sie keinen Einfluss auf diesen.» Zusammengefasst worden seien die Beiträge in einem Mitwirkungsbericht zuhanden der Gemeinderäte.

«Wir werten es als positives Signal, dass nicht mehr Mitwirkungsbeiträge eingingen», fährt Römer fort. «Offenbar wurden die relevanten Themen behandelt und die wichtigen Fragen beantwortet.» Als bedeutend für eine transparente Kommunikation bezeichnet der Arealentwickler überdies die öffentlichen Veranstaltungen, die im Juni stattfanden. Der Masterplan soll nun durch die Gemeinderäte beschlossen sowie durch die betroffenen Grundeigentümer unterzeichnet werden.

Anschliessend werden die Gespräche mit möglichen Nutzern intensiviert. «Das Interesse am Areal ist gross. Die Bevölkerung möchte zu Recht wissen, wie es mit der Brache weitergeht», stellt Römer fest. «Für konkrete Verhandlungen müssen jedoch zuerst die rechtlichen Grundlagen geschaffen werden. Dazu ist der Masterplan ein erster Schritt.» Bis zu einem Baugesuch folgen noch viele weitere Schritte, wie beispielsweise eine Erschliessungsplanung, betont Römer.

Keine Einkaufszentren

Zur Erinnerung: Auf dem Reichholdareal, das sich in der Arbeits-, Gewerbe- und Industriezone befindet, sollen unter anderem Unternehmen aus dem Bereich Spitzentechnologie angesiedelt werden. Nicht vorgesehen sind reine Logistik-Unternehmen, Baumärkte oder Einkaufszentren, die für ein hohes Verkehrsaufkommen sorgen. Ursprünglich bestand auch die Idee für ein Pflegeheim. Der Planungsverband Brugg Regio aber entschied, diese Pläne nicht mehr weiterzuverfolgen.

Meistgesehen

Artboard 1