Region Brugg Vermarktung
Region Brugg fördern damit es nicht neben Baden verblasst

Brugg Regio will sich als vorwärtsstrebende Standortförderung zwischen Baden und Aarau neu behaupten. Um sich neben Baden profilieren zu können sind ein klares Profil sowie Strukturen und Einheiten notwendig.

Claudia Meier
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Gibt dem Service Center Brugg ein Gesicht: Leiterin Verena Rohrer.

Gibt dem Service Center Brugg ein Gesicht: Leiterin Verena Rohrer.

Claudia Meier

Vor drei Jahren entschieden sich die Gemeindeabgeordneten ein Service Center zur planmässigen Vermarktung der Region zwischen Baden und Aarau einzurichten. «Von der Entwicklung soll wirklich die ganze Region Brugg profitieren», sagte Präsident Hanspeter Scheiwiler an der Vorstandsitzung am Mittwochabend in Effingen. Einige Projekte konnten bereits realisiert werden; viele stehen noch an.

Seit 1. Dezember 2011 ist neu Betriebswirtschafterin Verena Rohrer als Leiterin im Service Center an der Industriestrasse 19 angestellt. Der Standort im Berufs- und Weiterbildungszentrum Brugg sei vielleicht nicht mehr ideal, sagte Scheiwiler.

Der Blick unter das Nebelmeer

Rohrer stellte die im Rahmen der Analysephase entwickelte Vision und strategische Ausrichtung vor, die «in den kommenden Jahren mit Leben gefüllt werden soll». Die Situation gleicht einem Nebelmeer, aus dem einzelne Bergspitzen ragen. «Eigentlich ist vieles da, aber es ist zu wenig sichtbar», sagte Rohrer, die das Bestehende pflegen und weiterentwickeln will.

Brugg Regio sei aktuell die am stärksten vorwärtsstrebende Standortförderung im Kanton. Bund und Kanton unterstützen die regionale Standortstrategie finanziell zu rund zwei Dritteln. Den Rest teilen sich die dreissig Mitgliedergemeinden untereinander auf.

Strategie in vier Bereichen

Die strategische Ausrichtung umfasst vier Bereiche: Wirtschaft; Bildung und Forschung; Kultur, Freizeit und Tourismus sowie Wohnen und Wohnqualität. «Die Entwicklung in der Region Brugg läuft so oder so», betonte Rohrer. «Unser Ziel ist aber, die vielversprechende Entwicklung positiv zu beeinflussen.» Dazu brauche es ein klares Profil, Strukturen und Einheiten, um sich erfolgreich neben Baden zu profilieren.

Repräsentativere Räumlichkeiten und eine bessere Kombination des touristischen Angebots stehen weit oben auf der Prioritätenliste. Auch die Frage, ob längerfristig Standortförderung, Tourismus-Vermarktung sowie die Kontaktpflege zu Behörden und Wirtschaftsakteuren von einer Person im Teilzeitpensum abgewickelt werden kann und soll, ist noch nicht abschliessend beantwortet.

slowUp 2013 in Brugg

Für die Bevölkerung wird voraussichtlich die Neulancierung der Imagebroschüren das erste sichtbare Zeichen der neuen strategischen Ausrichtung sein. «An der regionalen Gewerbeausstellung 2012 im Oktober werden wir die neuen Broschüren haben», sagte Rohrer am Rande der Sitzung. «Vielleicht reicht es sogar schon auf den Nationalen Wandertag am 15. September.»

Auch die Webseite wird bald optimiert und im Spätherbst mit touristischen Informationen ergänzt werden. Mit interaktiven Karten sollen sich die Nutzer schneller zurechtfinden. Geplant ist auch ein umfassender regionaler Veranstaltungskalender mit Filterfunktion. Als weiterer Meilenstein soll am 11. August 2013 erstmals ein slowUp in der Region Brugg stattfinden.

Begleitforschung angeregt

Gemeindeammann Hans Vogel aus Scherz regte für die Eröffnung des Campus 2013 eine Begleitforschung an, mit der die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Auswirkungen untersucht, quantifiziert und korrigiert werden sollen. Ähnliche Projekte bestünden bereits in Aachen und Dortmund. Dies könnte auch für den Kanton von Interesse sein, sagte Vogel.

Aus den Jurapark-Gemeinden kam zudem der Wunsch nach guter Koordination zwischen der Geschäftsstelle Jurapark Aargau und Brugg Regio. Rohrer versicherte, dass die Zusammenarbeit mit dem Jurapark sehr gut sei. Schliesslich gehe es nicht darum, neue Sachen zu erfinden, sondern den Nutzen besser zu bündeln.

Nun liege der Ball bei den Gemeindeabgeordneten, die ihre Behörde über die Ausrichtung von Brugg Regio informieren und sie zur Mitfinanzierung bewegen sollten, sagte Scheiwiler zum Abschluss.

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