Fachhochschule
Regierungsrat Roland Brogli empfängt Schlüssel zum Campus-Neubau

Schlüsselübergabe auf dem Campus-Areal. Der Kanton ist jetzt Besitzer des Fachhochschul-Neubaus in Brugg-Windisch. Pünktlich zum Semesterstart werden die ersten 60 Prozent der Unterrichts- und Büroräume bezogen.

Urs Moser (Text) und Mathias Marx (Fotos)
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Schlüsselübergabe im Campus-Neubau Brugg-Windisch
23 Bilder
Campus-Neubau mit sicht auf das Bahnhofareal
Campus-Neubau Brugg-Windisch
Das Publikum wird durch den Campus-Neubau geführt.
Hier sollen bald bis zu 3000 Studierende täglich die Treppen rauf und runter steigen.
Ein Blick in den den Innenhof
Roland Brogli übernimmt stolz den Schlüssel zum Campus-Neubau.
Hoch über den Dächern...
Hier sollen bald bis zu 3000 Studierende täglich die Treppen rauf und runter steigen.
Die Kisten zum Auspacken stehen schon bereit.
Hier gibt es viel Platz zum verweilen.
Das Publikum wird durch den Campus-Neubau geführt.
Jedes Treppenhaus hat eine andere Farbe und einen anderen Styl
Das Büromaterial wird schon eingeräumt.

Schlüsselübergabe im Campus-Neubau Brugg-Windisch

Mathias Marx

Am Montag wurden die 80 Prozent der Gesamtfläche des Campus-Baus, die von der Fachhochschule Nordwestschweiz genutzt werden, von der Bauherrin, der HRS Real Estate AG, ins Stockwerkeigentum des Kantons Aargau übertragen.

«Ich bin stolz, mit seiner Ausstrahlung wirkt der Campus als Leuchtturm der Bildung über die Kantonsgrenzen hinaus», freute ich Landstatthalter Roland Brogli.

Er nahm den Schlüssel zu den demnächst bezugsbereiten Räumlichkeiten von HRS-Mitbesitzerin Rebecca Zuber entgegen. Ihre Botschaft an die Studenten, die im September einziehen: «Wir wünschen den zukünftigen Nutzern, dass der zukunftsweisende Geist dieses Projekts sich auf sie überträgt und sie zu grossen Leistungen inspiriert.»

Auf dem Campus-Areal sind Unterrichts- und Büroräumlichkeiten für 3000 Studierende und 1000 Dozenten entstanden. In Betrieb genommen wird der Komplex pünktlich zum Semesterbeginn am 16. September.

Chronologie Bau in zwei Jahren hochgezogen

Die Geschichte des neuen Campus begann mit dem Staatsvertrag zur Fachhochschule Nordwestschweiz im Oktober 2004: Brugg Windisch wird als alleiniger Standort der Hochschule für Technik für alle Trägerkantone und einziger aargauischer Standort der Pädagogischen Hochschule festgelegt. Im Juli 2007 beschliesst der Grosse Rat die Realisierung des Campus-Neubaus. Ursprünglich war eine Mietlösung mit Sicherung des Kaufrechts vorgesehen, mit der Krise auf den Finanzmärkten erwies sich dann die Lösung mit Kauf bzw. Finanzierung durch den Kanton als weit günstiger. Der Grosse Rat stimmt dem Kauf des Campus-Neubaus für 190 Millionen im Juni 2010 zu, das Stimmvolk bestätigt den Entscheid am 21. Februar 2011 in einer Referendumsabstimmung mit über 80 Prozent Ja-Stimmen. Am 21. März 2011 startet das Bauprojekt, am 14. Juni wird der Grundstein für den Campus-Neubau gelegt. Am 10. April kurz nach 22 Uhr wird ein Brandausbruch im Neubau bemerkt. Der Schaden ist weit grösser als zunächst angenommen: gegen 30 Millionen. Aber immerhin zeichnet sich schnell ab: Der Fahrplan kann trotzdem eingehalten werden. (mou)

Allerdings können dann erst gut 60 Prozent der Nutzfläche von der Fachhochschule bezogen werden. Die Schulräume und Gänge sehen im Moment zwar noch leer aus, im ersten und zweiten Obergeschoss muss aber praktisch nur noch geputzt und eingeräumt werden, dann kann der Betrieb losgehen.

Im dritten und vierten Geschoss sind immer noch Sanierungsarbeiten nach dem Grossbrand vom 10. April im Gang. Nach wie vor ist die Brandursache nicht geklärt, der Schaden beläuft sich auf 28 Millionen.

Ende Oktober werden auch die oberen Stockwerke bezugsbereit sein. Eine Parforce-Leistung nach dem Brand, die nicht zuletzt auch dank der unbürokratischen Zusammenarbeit mit der kantonalen Gebäudeversicherung möglich wurde, wie Rebecca Zuber sagte.

Kleinere Unannehmlichkeiten bringt der gestaffelte Bezug für die Studierenden und Dozenten der Pädagogischen Hochschule, die wie geplant auch zu Semesterbeginn zentral nach Brugg übersiedeln, dort aber vorerst an bestehenden Standorten untergebracht werden, für welche die Mietverträge verlängert werden konnten.