Seit gestern weiden auf dem Areal der Psychiatrischen Dienste in Königsfelden Kühe und Rinder. Es sind nicht herkömmliche Tiere, sondern spezielle Rassen: Angus, Grauvieh, Texas Longhorn oder Highland Cattle.

Und während auf dem Campus-Areal im Festzelt die beef.ch eröffnet wird und eine junge österreichische Band mit Schlagersongs einheizt, kauen die Rindviecher gemütlich und unbeeindruckt das Gras. Die Kälber staksen gewundrig um ihre Mütter herum. Genau dies sollen die Besucher der beef.ch sehen.

Impressionen von der beef.ch auf dem Areal der Psychiatrischen Dienste in Königsfelden

Impressionen von der beef.ch auf dem Areal der Psychiatrischen Dienste in Königsfelden

Der Veranstalter der beef.ch, der Verein Mutterkuhhaltung Schweiz – mit Sitz in Brugg – will deutlich machen, welche Vorteile die Mutterkuhhaltung hat. Die Ausstellung soll ein Volksfest rund ums Rind und die Vielfalt der Rinderrassen sein.

Sie soll Konsumenten anlocken und diese vom Fleisch aus Mutterkuhhaltung überzeugen. «Die Mutterkuhhalter der Schweiz sind stolz, dass sie ihre Tiere hier zeigen können», hält Mathias Gerber, Präsident des Vereins Mutterkuhhaltung Schweiz, gestern Abend an der Eröffnung fest.

«Das Potenzial ist da»

Regierungsrat Roland Brogli zeigt sich in einer motivierenden Rede beeindruckt von der Arbeit der Landwirte. «Mit ihrem Engagement tragen die Produzenten viel zur Versorgung der Bevölkerung bei», sagt Brogli. «Die Mutterkuhhaltung ist ein zukunftsträchtiger Sektor. Dieser soll stärker gefördert werden, auch im Aargau.»

Bereits jetzt sei der Kanton Aargau der fünftgrösste Mutterkuhhaltungskanton. «Doch wir wünschen uns noch mehr Entwicklung in diesem Bereich. Das Potenzial ist da, Wiesen und Weiden gibts im Kanton genug», findet der scheidende Regierungsrat. «Der Aargau unterstützt die Mutterkuhhaltung, weil diese zum Kanton und dessen natürlichen Ressourcen passt.»

Eine Kuh, die weide, sei keine Kuh, die leide, zitiert Brogli ein gängiges Sprichwort. Nur schon dieser Fakt sei ein Argument für die Mutterkuhhaltung. Zudem seien die Konsumenten bereit, für gutes Fleisch, das ökologisch verträglich und aus fairer Tierhaltung kommt, mehr zu bezahlen. Am Ende würden alle davon profitieren: die Tiere, die Produzenten und die Konsumenten.

Nach den Reden ist es Zeit, mit einem Bier auf die kommenden Tage anzustossen. Auf Tage, an denen für einmal auf dem Campus nicht die Studenten im Mittelpunkt stehen, sondern die Kühe mit ihren Kälbern. Die Ausstellung dauert von heute Freitag, 9 Uhr, bis Sonntag, 17 Uhr.