«Das Denkmal ist 1940 gebaut und 1958 vom gleichen Künstler, Ernst Leu, ein erstes Mal restauriert worden», so Paul Müller, der ehemalige Kommandant der Felddivision 5 und Präsident des Vereins, der sich die Restaurierung des Denkmals auf die Fahne geschrieben hat. «Seither blieb es Wind und Wetter überlassen. Die offenkundigen Schäden führten zum Entschluss: Hier muss etwas geschehen.»

Inzwischen ist etwas geschehen. Dank dem Engagement des Vereins hat ein Expertenteam unter der Leitung von Josef Ineichen und Ina Link das Denkmal umfassend restauriert. Am Bettag ist es in einer würdigen Feier, an der viel Militär- und Politprominenz anwesend war, eingeweiht worden. Auf den Tag genau 77 Jahre nach der ersten Einweihung.

Wehrwille ist entscheidend

An der Feier, die von der Musikgesellschaft Lauffohr begleitet wurde und durch die Rolf Alder führte, ging der Historiker Titus Meier auf das damalige politisch-militärische Umfeld und auf die Hintergründe ein, die zur Entstehung des Denkmals geführt hatten. «Mit dem Denkmal sollte an die Leistung der Soldaten erinnert werden», sagte er. «Gleichzeitig sollte es daran erinnern, dass es nicht ausreicht, wenn nur die Soldaten ihre Pflicht tun, sondern dass der Wehrwille der ganzen Bevölkerung entscheidend ist.» Das Denkmal rufe aber auch in Erinnerung, dass Friede kein selbstverständlicher Zustand ist, sondern von jeder Generation aufs Neue erarbeitet werden muss.

Soldaten-Denkmal in neuem Glanz

Soldaten-Denkmal in neuem Glanz

Mitten im 2. Weltkrieg wurde zwischen Villigen und Rüfenacht ein Soldaten-Denkmal eingeweiht. Dieses wurde nun restauriert.

«Wir haben den Soldaten, Unteroffizieren und Offizieren zu danken, die dieses Denkmal gebaut haben», betonte Regierungsrätin Franziska Roth. «Sie waren bereit, zu kämpfen und für unser Vaterland zu sterben. Dass es nicht so weit gekommen ist, hat bestimmt mit dieser hohen, sichtbaren Verteidigungsbereitschaft zu tun.»

Friede und Sicherheit würden zu den kostbarsten Gütern unserer Schweiz gehören, stellte sie fest. «Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit. Auch wir müssen immer wieder – in der heutigen Zeit ganz besonders – unseren Beitrag dazu leisten.»

Denkmal darf in Zukunft weisen

Das Denkmal, so Pfarrer Urs Klingler, weise eine Besonderheit auf, indem es keine symbolische Figur und auch keinen General zeige, sondern einfache Soldaten. «Die Botschaft des Denkmals mit seinen Soldaten, den Bauern und der Mutter mit dem Kind ist heute von ganz besonderer Wichtigkeit.»

Nach einem Rückblick auf die Restaurierung übergab Paul Müller das Denkmal den neuen Besitzern, den Gemeinden Brugg, Remigen, Rüfenach und Villigen. «Tragt Sorge zum Denkmal», mahnte er. Alessandro Vecchiet, Vizeammann von Rüfenach, sprach dem Verein Dank und Bewunderung aus. «Ein Denkmal darf auch in die Zukunft weisen», gab er zu bedenken. «Denn ohne Geschichtsbewusstsein gibt es keine Orientierung für die Zukunft.»