Brugg

Regenwasser soll versickern: Kanton saniert Entwässerung der Berufsfachschule

In der schulfreien Zeit wird die Umgebung erneuert.

In der schulfreien Zeit wird die Umgebung erneuert.

Der Kanton investiert 1,8 Millionen Franken in Unterhaltsarbeiten rund um die Berufsfachschule Gesundheit und Soziales in Brugg. Regenwasser soll nicht mehr in die Kläranlage abgeführt werden, sondern versickern.

Aufgrund der Coronakrise findet in den Liegenschaften der kantonalen Berufsfachschule Gesundheit und Soziales (BFGS) in Brugg bis zum 8.Juni kein Präsenzunterricht statt. Stattdessen wird der Fernunterricht «BFGS at home» weitergeführt. Während die Schulhäuser an der Baslerstrasse ziemlich verwaist scheinen, sind vor dem Hauptgebäude die Durchgänge abgesperrt worden und Baumaschinen aufgefahren.

Auf die Frage, welche Arbeiten derzeit ausgeführt werden, antwortet Sprecherin Claudia Penta vom zuständigen Departement Finanzen und Ressourcen (DFR): «Es wird die Liegenschaftsentwässerung auf dem ganzen Areal saniert.» Dabei werde auch die Gestaltung der Umgebung aufgewertet. Die Kosten für dieses Vorhaben belaufen sich insgesamt auf über 1,79 Millionen Franken.

Umstellung vom Misch- auf das Trennsystem

Grundsätzlich handelt es sich laut Claudia Penta bei diesem Projekt um Unterhaltsmassnahmen. «Aufgrund einer Überprüfung und Bestandsaufnahme der Liegenschaftsentwässerung hat sich gezeigt, dass diverse Massnahmen angezeigt sind», so die DFR-Sprecherin. Gleichzeitig werde im Projektperimeter vom Misch- auf das Trennsystem umgestellt. «So wird unverschmutztes Regenwasser künftig nicht mehr der Kläranlage zugeführt, sondern es versickert oberflächlich über eine Humusschicht und wird anschliessend der Aare zugeführt.» Gleichzeitig werde die betroffene Umgebung naturnah und nach den Grundsätzen der Biodiversität angepasst. Auch der Parkplatz wird erneuert.

Da die Bauarbeiten mehrheitlich nur in schulfreien Zeiten ausgeführt werden können, wird die für die Frühlingsferien vorgesehene erste von vier Bauetappen verlängert. Spätestens in den Sommerferien 2021 wird das Projekt abgeschlossen.

Das ehemalige Abwartshaus rechts von der BFGS gehört ebenfalls dem Kanton und wird seit fünf Jahren als Asylunterkunft für Familien mit einer maximalen Kapazität von zwölf Personen genutzt. Derzeit sind es sieben Personen. Hier wird der Zugangsweg von der Baslerstrasse her instandgesetzt.

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